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Spätsommer im Schatten des Christbaums auf dem Hauptplatz

LINZ. Auch wenn die Glühweinstände schon stehen – das Wetter ist alles andere als weihnachtlich. Viele genießen die Sonne, andere vermissen dagegen die Winterstimmung.

Spätsommer im Schatten des Christbaums auf dem Hauptplatz

Mitarbeiter der Linz AG sind froh über das warme Wetter, es erleichtert die Arbeit am Weihnachtsbaum. Bild: VOLKER WEIHBOLD

Die Sonne strahlte gestern zu Mittag vom wolkenlosen Himmel. Auf dem Linzer Hauptplatz werden Tische und Sessel für die Gastgärten in Position geschoben. Fast könnte man meinen, es stehe ein lauer Spätsommertag bevor. Bei 20 Grad und mit Blick auf den frisch aufgestellten Christbaum füllen sich die freien Plätze im Nu – weihnachtliche Stimmung will aber nicht aufkommen. Wen wundert’s bei diesem Wetter.

Ideale Arbeitsverhältnisse

Peter Ratzenböck von der Linz AG arbeitet im wahrsten Sinne mit vier weiteren Kollegen von Montag bis Freitag im Schatten der 22 Meter hohen Fichte. "1000 Lampen sind noch zu montieren. Und jeder Ast muss einzeln bearbeitet werden", sagt der Starkstromelektriker. Für ihn sei das Wetter ideal, da bei diesen Temperaturen seine Arbeitshandschuhe trocken blieben.

Dass der Baum im Internet nicht gerade als Schönheit bezeichnet wird, stört Ratzenböck nicht: "Den Idealbaum gibt es nicht, nur im Bilderbuch."

Das sieht so mancher Internet-Benutzer nicht ganz so. Dort wird das Äußere des Linzer Christbaums großteils (noch) negativ gesehen. Bezeichnungen wie "Krautstaudn" ist da noch das Harmloseste. Das wird sich vermutlich mit der Eröffnung des Christkindlmarktes am 17. November ändern, wenn der Baum in ganzer Pracht leuchten wird.

Kurt R. ist das derzeitige Wetter jedenfalls lieber. Der Pensionist und Maler sagt, dass die Weihnachtsstimmung im Menschen selbst drinnen sein müsse. "Früher haben die Leute weniger gehabt, das ist alles heute nur noch auf Konsum ausgerichtet", sagt der Linzer. Im schnellen Schritt geht Florian Lichtenberger über den Hauptplatz, die Jacke weit geöffnet und die Ärmel aufgekrempelt. "Die Temperaturen sind sehr ungewöhnlich", sagt der Sozialwirtschaftsstudent, aber er sei als begeisterter Wintersportler mittlerweile zu dieser Jahreszeit daran gewöhnt, dass es wärmer sei. Das Aufstellen eines so großen Baumes finde er aber in der heutigen Zeit ökologisch nicht mehr sinnvoll, so Lichtenberger.

Wahrzeichen Christbaum

Der Christbaum gehört für Christian D. aus Kematen auf jeden Fall zur Weihnachtszeit. "Das geht nicht ohne, das gehört zu Linz wie andere Wahrzeichen." Dennoch gebe es derzeit keine richtige Weihnachtsstimmung, "aber der Winter wird auch dieses Jahr kommen", sagt Christian D. Vor allem freue er sich auf die kältere Zeit, die die geselligere sei. Der Vorteil an diesem Wetter: "Es gibt keinen Nebel, das ist super!"

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Artikel Michael Barthou 08. November 2018 - 00:04 Uhr
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