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Acht Versprechen für die Zukunft der Welt der Oper

Die Preisträger der Competizione dell’Opera gastierten im Brucknerhaus und begeisterten das Publikum.

Acht Versprechen für die Zukunft der Welt der Oper

Karina Demurova Bild: Winkler

Seit 20 Jahren betreut Noch-LIVA-Chef Hans-Joachim Frey den Competizione dell’Opera, einen der weltweit wichtigsten Sängerwettbewerbe im italienischen Fach. Mehr als 800 Kandidaten stellten sich einer ersten Vorauswahl, und nur die besten gelangten zum Finale wo im Moskauer Bolschoi Theater die Entscheidungen fielen. Die acht Besten traten am Donnerstag in einer Gala der italienischen Oper mit dem Bruckner Orchester unter Fabio Mastrangelo auf und begeisterten restlos.

Der georgische Bass Sulkhan Jaiani überzeugte als Philipp II in Verdis "Don Carlo" genauso wie sein Landsmann, der Bariton Otar Nakashidze als Tonio im Vorspiel zu Leoncavallos "I Pagliacci". Anne-Fleur Werne zeichnete mit fein geführter und edel phrasierender Sopranstimme die Mimi aus Puccinis "La Boheme", und Karina Demurova beeindruckte mit der lebendigen Arie "Smanie implacabile" aus Mozarts "Così fan tutte".

Der 22-jährige russische Bassist Gleb Peryazev, zeigte in humoristischen wie dramatischen Partien - Don Basilio aus Rossinis "Barbier von Sevilla" und Banquo in Verdis "Macbeth" - erstaunliche stimmliche und interpretatorische Vielfalt.

Der koreanische Tenor Hyunjai Lee wurde mit Donizettis "Una furtiva lagrima" (Liebestrank) und mit der edel phrasierten und elegant gesungenen Arie des Don Ottavio "Il mio tesoro" aus Mozarts "Don Giovanni" wohlverdienter Dritter.

Auf Platz zwei sang sich die russische Sopranistin Daria Terekhova, die ihr musikalisches Zuhause im Belcanto-Fach hat und mit "Regnava nel silenzio" aus Donizettis "Lucia di Lammermoor" und dem Finale aus Bellinis "La Sonnambula" das Publikum mit sauberen, virtuosen Koloraturen eroberte.

Ein ganz anderer Sängertyp ist die heurige Preisträgerin Elena Bezgodkova. Die Sopranistin ist im dramatischeren Fach beheimatet und begeisterte mit einer sicher geführten großen Stimme sowohl als Puccinis Tosca ("Vissi d’arte") und als Ponchiellis La Gioconda ("Suicidio!"). Das Bruckner Orchester spielte seine Fähigkeiten als Opernorchester voll aus und hatte in Fabio Mastrangelo einen echten Kenner und Könner des italienischen Fachs am Pult.

Ein großer Erfolg für die Zukunft der Welt der Oper, die sich nächstes Jahr wieder in Linz zu den Finalrunden einfinden wird.

Brucknerhaus: Preisträgerkonzert der Competizione dell’Opera 2016

OÖN Bewertung:

 

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Artikel Michael Wruss 08. Oktober 2016 - 00:04 Uhr
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