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Zuzugsgemeinde St. Martin steckt 14 Millionen Euro in Marktplatz-Belebung

SANKT MARTIN. Die einwohnerstärkste Gemeinde des Bezirkes Rohrbach entwickelt sich zusehends zu einem regionalen Zentrum. Wohnungen, Büros, Gastronomie, Arztpraxen und ein neuer Marktplatz sind fast fertig.

Zuzugsgemeinde St. Martin steckt 14 Millionen Euro in Marktplatz-Belebung

Der neue Ortsplatz in St. Martin Bild: como

Längst erlebt St. Martin nicht nur den Zuzug aus dem nördlichen Bezirk, sondern auch aus Eferding und Urfahr-Umgebung – der Speckgürtel der Landeshauptstadt wandert nach Norden. Einzig der sterbende Ortskern konnte mit dieser Entwicklung nicht mithalten. Durch ein Kooperationsprojekt aus öffentlicher Hand und privaten Investoren entstand in den vergangenen 15 Monaten ein neues Zentrum. „Wir hätten freilich das Gemeindeamt neu bauen können, aber eine Ortsbelebung hätten wir damit nicht geschafft“, sagt VP-Bürgermeister Wolfgang Schirz – geistiger Vater des Großprojektes. Man wollte Leben in das Zentrum bringen. Zusätzlich zu neuen Wohnungen für mehr als 100 Personen ist es gelungen, Räume für Gastronomie, Geschäfte, Büros und Arztpraxen zu schaffen. Außerdem finden die Bücherei und ein multifunktioneller Saal Platz in dem neuen Gebäudekomplex.

Privates Engagement

Möglich wurde dies nur durch die Zusammenarbeit mit Architekten Markus Fahrner, der als Bauträger auftritt. 2,7 der 14 Millionen Euro Gesamtkosten steuerte die Gemeindeabteilung des Landes bei: „Dieses Projekt hat Modellcharakter und verdient Unterstützung. Hier sieht man, dass auch dem privaten Engagement keine Grenzen gesetzt sind“, sagt Landesrat Max Hiegelsberger (VP).

Die St. Martiner profitieren vor allem durch den neu geschaffenen Ortsplatz vom Umbau. Die einstige schattige Häuserschlucht wurde durch einen weitläufigen und verkehrsberuhigten Platz ersetzt.

Wohnungen vermietet

Dass es mit der Ortsplatzbelebung klappt, daran gibt es keine Zweifel, denn ein Gutteil der Wohnungen sind bereits vermietet oder verkauft. Auch zwei Ärzte haben schon unterschrieben. Gesucht wird noch ein Gastronom und Büro-Mieter. Eröffnet wird das neue Gebäude am 30. Juni beim großen Tag der Blasmusik. Dann soll auch der Ortsplatz fertig sein.

 

Ein Vorzeige-Ortskern

14 Millionen Euro Investition für eine lebendige und nachhaltige Ortsentwicklung.

5000 Quadratmeter Nutzfläche mitten im Ort. Dazu wurden fünf Objekte von drei Eigentümern gekauft. Die Verhandlungen gingen reibungslos über die Bühne.

100 Personen werden in den neuen Wohnungen Platz finden.

3000 Quadratmeter leistbare Miet- und Eigentumswohnungen zwischen 50 und 120 Quadratmeter. Der Mietpreis beträgt sieben Euro pro Quadratmeter. Die Wohnungen sind im Niedrigstenergiestandard errichtet. Geheizt und gekühlt wird über eine Wärmepumpen-Großanlage.

50 Arbeitsplätze entstehen direkt im Ortszentrum von St. Martin. Büro-, Geschäfts-, Praxis- und Gastroflächen sind auf 1500 Quadratmeter aufgeteilt.

Das Besondere an diesem Projekt ist die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Land und dem Planer, der auch als Investor auftritt. Dabei mussten öffentliche Interessen und der Wunsch nach leistbaren Wohnungen unter einen Hut gebracht werden.
 

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Artikel 24. April 2013 - 00:04 Uhr
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