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Ein Weingarten, fast wie in der Wachau

Von Valerie Hader, 14. September 2019, 00:04 Uhr
Ein Weingarten, fast wie in der Wachau
Hobbywinzerin Margit Leibetseder mit ihrem Schwiegervater, der die Weinstöcke vor Jahrzehnten gepflanzt hat. Bild: privat

Gartenwahl: Die OÖN zu Besuch bei Familie Leibetseder, Hobbywinzer aus Ottensheim.

Nur einen Katzensprung von der Hauptstraße in Ottensheim entfernt liegt der Garten der Familie Leibetseder – genauer gesagt der "Weingarten", denn auf dem 2000 Quadratmeter großen Grundstück stehen umrankt von Rosen-stauden unzählige Weinstöcke. Und die sind jetzt allesamt voll mit dunkelvioletten Trauben.

Doch nicht mehr lange – am 21. September steht die Ernte an, erzählt Margit Leibetseder, die sich heuer bei der OÖN-Gartenwahl beworben hat. "Und dazu laden wir immer Freunde und Nachbarn ein. Erst wird gearbeitet und dann gibt es eine gute Jause. Und es ist immer einer dabei, der dann am Abend die Gitarre auspackt."

Ein Weingarten, fast wie in der Wachau
Die „wilde“ Blumenwiese Bild: privat

Die Lese im Freundeskreis hat Tradition im Hause Leibetseder. "Das haben schon die Schwiegereltern, die die Weinstöcke vor Jahrzehnten gepflanzt haben, so gehalten. Damals kamen ihre Freunde, später unsere und jetzt auch schon die unserer drei Kinder", erzählt die 50-Jährige.

Weinbau in dritter Generation

Nachdem die Trauben gepflückt wurden, werden sie in der hauseigenen Presse zu Wein weiterverarbeitet. Mittlerweile hat das schon der älteste Sohn Fridolin übernommen – praktisch in dritter Generation. "Es gibt Auf und Abs", erzählt er, "aber man lernt immer dazu."

Rund 300 Liter Wein werden jährlich produziert – je nachdem, wie der Sommer war. Wobei viel Sonne nicht unbedingt nur positiv sei, "denn je heißer das Wetter, desto unterschiedlicher werden die Trauben reif. Und das macht es komplizierter für uns". Aber sie seien ohnehin nicht auf Ertrag aus, sondern reine Hobbywinzer, sagt Margit Leibetseder. Von den Weinstöcken darf gern genascht werden. Die Arbeit selbst halte sich in Grenzen" so Leibetseder, die neben den Weinstöcken auch noch Gemüse anbaut, Hühner hält und auch besonders stolz auf ihre Blumenwiese ist.

Ein Weingarten, fast wie in der Wachau
Bild: privat

Ihr Motto ist: "Ein Garten soll Freude machen und keinen Stress! Doch zurück zum Wein: Den ersten Schluck des neuen Jahrgangs gibt’s immer um Weihnachten. "Vorher wissen wir nicht, ob er überhaupt was geworden ist." Aber wenn der Traubensaft köstlich sei, stünden die Chancen schon gut. Und wenn nicht, sei das auch kein Problem: "Wir haben da so einen Leitspruch, den wir auch auf die Etiketten unserer Flaschen drucken. Er lautet: Leibetseder-Wein, es könnte schlimmer sein!"

OÖN-Gartenwahl – der Abschluss am 10. Oktober

Die große Abschlussveranstaltung der OÖN-Gartenwahl 2019 findet am Donnerstag, 10. Oktober, um 19 Uhr in den Linzer Promenaden Galerien statt. Einlass : 18.30 Uhr

Preisverleihung und Vortrag von Biogärtner Karl Ploberger. An diesem Abend werden die von einer Jury ausgewählten Sieger und der Publikumsliebling bekannt gegeben und der Biogärtner hält einen Vortrag über die schönsten Gärten der Welt

Der Eintritt ist frei, Anmeldung auf nachrichten.at/gartenwahl.

 

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Autorin
Valerie Hader
Valerie Hader
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1  Kommentar
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mitreden (28.669 Kommentare)
am 16.09.2019 19:06

Wenn der Wein mehr oder weniger grusig ist, wie es fast den Anschein hat, dann machen Sie doch Schnaps daraus.
Ich hatte auch so um die 200 Liter Wein jährlich, absolut schlecht. Aber der Grappa, den ich daraus brannte - der war wunderbar!

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