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Landbauer und der "Wind of Change" in Niederösterreich

Von nachrichten.at/apa, 15. Juni 2024, 12:19 Uhr
Udo Landbauer
Udo Landbauer beim Landesparteitag der FPÖ Niederösterreich in Tulln Bild: (APA/ALEX HALADA)

TULLN. Beim 36. ordentlichen Landesparteitag ist Landesvize Udo Landbauer am Samstag in Tulln erneut zum Chef der FPÖ Niederösterreich gewählt worden.

Der 38-Jährige erhielt 98,67 Prozent Zustimmung, 94,59 Prozent waren es 2021 bei seiner erstmaligen offiziellen Kür gewesen. In seiner Rede zeigte sich Landbauer angriffslustig: "Wir sind am Beginn einer politischen Wende." Bundesparteiobmann Herbert Kickl sprach der Landesgruppe für die Nationalratswahl eine "Schlüsselrolle" zu.

Landbauer kam in der Halle 1 der Messe Tulln auf 370 von 375 abgegebenen Stimmen. 378 Delegierte waren anwesend. Der Landeschef, einziger Kandidat für das Amt des Obmanns, zeigte sich angesichts des "fulminanten Vertrauens" dankbar: "Ich nehme die Wahl mit großer Demut und Respekt an."

"Die Veränderung hat begonnen"

Einstimmig gekürt wurden am Samstag die fünf Stellvertreter von Landbauer. Gemäß Wahlvorschlag gingen die Funktionen an Generalsekretär Christian Hafenecker (Zentralraum), Niederösterreich-Klubchef Reinhard Teufel (Mostviertel), den Nationalratsmandatar Christian Lausch (Weinviertel), die Landtagsabgeordnete Anja Scherzer (Waldviertel) sowie Generalsekretär Michael Schnedlitz (Industrieviertel).

"Die Veränderung hat begonnen", sagte Landbauer davor in seiner Rede in Bezug auf das im Vorjahr geschlossene Bündnis von ÖVP und FPÖ in Niederösterreich. Es ziehe bereits "der Wind of Change" durchs Land, "der Grundstein" sei gelegt, man sei aber "noch lange nicht fertig", blickte der Landesvize voraus. Zielsetzung sei letztlich, in Niederösterreich "die Eins" vor der Platzierung stehen zu haben.

Auf dem Weg dorthin wollen die Freiheitlichen nun "den Schulterschluss mit der Bevölkerung weiter ausbauen". Generell müsse Österreich als "Asylstandort unattraktiv werden". Die mit Anfang Juni in Niederösterreich testweise etablierte Sachleistungskarte sei hier ein erster Schritt. "Wir sind die Einzigen, die ein funktionierendes System bereits haben", stellte Landesrat Christoph Luisser in seinem Redebeitrag fest. Missbrauch und Barbehebungen seien ausgeschlossen, erste Personen hätten sich bereits "aus der Grundversorgung verabschiedet".

Von Verlierern und Rekordverlieren

Landbauer gab indes die Nullquote in Sachen Geldleistungen und Asylanträgen als Zielsetzung aus. Im Bund brauche es nach der "schlechtesten Regierung aller Zeiten" einen "Volkskanzler" Kickl samt "Befreiungsschlag für ganz Österreich".

Der angesprochene Bundesparteichef bezeichnete Landbauer im Gegenzug als "Mann der Zukunft in Niederösterreich", auf den er "große Stücke" halte. Zum Bündnis der FPÖ mit der Volkspartei im Bundesland sagte Kickl in Bezug auf Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und in Richtung Landbauer: "60 Jahre und kein bisschen weise - was soll ich machen, du musst mit ihr auskommen, nicht ich." Die niederösterreichische FPÖ-Landespartei habe jedenfalls "eine Schlüsselrolle in den kommenden Wochen und in den kommenden Monaten" inne.

Mit Platz eins bei der EU-Wahl sei von den Blauen jüngst Geschichte geschrieben worden. Auf der anderen Seite habe es "Verlierer" und "Rekordverlierer" gegeben, die sich teils wie große Gewinner abfeiern hätten lassen. Kickl konstatierte hier mangelnde Demut. Auf EU-Ebene müsse "durch das Setzen von Tatsachen" ein "Stimmungsschwenk" herbeigeführt werden. Generell könnten "alle Regeln" auch geändert werden.

Die von Kickl an Mikl-Leitner geäußerte Kritik ließ Matthias Zauner, den Landesgeschäftsführer der ÖVP Niederösterreich, reagieren. "Wenn Herbert Kickl von Weisheit spricht, wiehert sogar sein bester Freund: Sein Polizeipferd. Eines ist jedenfalls sicher: Die Volkspartei ist immer die bessere Wahl für unsere Landsleute." Aus Sicht von SPÖ-Landesgeschäftsführer Wolfgang Zwander hat es sich die Landbauer-FPÖ "an der Seite der ÖVP viel zu bequem eingerichtet". Den "viel zu hohen Preis dafür" zahle "ganz Niederösterreich".

Kickl Landbauer
Kickl hält große Stücke auf Landbauer Bild: (APA/ALEX HALADA)

FPÖ Niederösterreich installiert Weisenrat

Vor dem Hintergrund von "Schmutzkübel-Kampagnen" und "gezielten Falschmeldungen" verpasste sich die FPÖ Niederösterreich am Landesparteitag auch einen sogenannten Weisenrat. "Zum Schutz von Funktionären, Mitgliedern und Mandataren vor haltlosen Vorverurteilungen und zur Klärung allfälliger Sachverhalte, die mit Sanktionen verbunden sind", hieß es im Antrag. Der Weisenrat soll im Fall der Fälle eine Entscheidungsgrundlage für Landesparteichef, Präsidium und Vorstand vorbereiten. Auf dieser Basis werde dann über Sanktionen bis hin zum Verbleib in der Partei entschieden. Das Gremium soll mit drei Mitgliedern besetzt und auf die Dauer von drei Jahren bestellt werden.

Landbauer war zunächst und infolge seines Polit-Comebacks nach der Liederbuch-Affäre ab September 2018 geschäftsführend neben Walter Rosenkranz als Chef der FPÖ Niederösterreich tätig. Mit dem Wechsel von Rosenkranz in die Volksanwaltschaft per 1. Juli 2019 wurde er alleiniger Landesobmann. Beim Landesparteitag im Juni 2021 in Wieselburg wurde der heutige Landesvize dann erstmals zum Obmann gewählt.

 

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29  Kommentare
29  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
StefanieSuper (5.277 Kommentare)
am 16.06.2024 17:31

Ich wünsche mir auch im September einen "Wind of Change". Ich wünsche mir, dass gerade die Wähler in NÖ wieder die Augen geöffnet kriegen und nicht auf jedem Wahltrick hereinfallen. Der Rechtsruck, den wir erleben, wo die Politik doch nur mehr darin besteht, andere schlecht zu reden löst bei mir Kopfweh aus. Die Politik sollte Lösungen unserer Probleme erarbeiten und nicht irgendwelche Volksgruppen. Man wird nicht selber größer, nur weil man die anderen niedermacht. Nur wenn man selber sehr gute Leistungen erbringt, kann man wachsen. Ich kenne wenige Politiker, die wirklich sehr gute Leistungen erbringen, sondern nur durch irgendwelche Machenschaften ein Mandat erhalten haben. Wichtig wäre wohl, wenn die Politiker Gesetze schaffen würden, die auch nachvollziehbar sind und das Übel an der Wurzel packen. Mehr Denken und weniger Schreien bei Reden in Bierzelten - das wäre schon hilfreich.

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willie_macmoran (2.977 Kommentare)
am 16.06.2024 13:00

Wenn ma doch in den 70er schon a bisserl a strengere migrationspolitik gehabt hätten. Dann wäre uns diese Gestalt erspart geblieben.

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Analphabet (15.564 Kommentare)
am 16.06.2024 12:54

Positiv ist, daß sich immer mehr Bürger der patriotischen Gesinnungsgemeinschaft zuwenden.

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willie_macmoran (2.977 Kommentare)
am 16.06.2024 13:02

Das weißt du wo her?

Ortsparteiobmann oder fpö tv.

Der größte Teil lacht über euch und einige fürchten sich. Aber zuwenden tut sich euch keiner mehr. Bei den 25% bleibt.

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Analphabet (15.564 Kommentare)
am 17.06.2024 18:11

Ich habe Verständnis für ihre Agressivität, weil ja die meisten Verlierer damit kämpfen.

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powerslave (1.163 Kommentare)
am 16.06.2024 10:28

Sind die Teslas der blauen Landtagsabgeordneten diesmal heil geblieben?

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nodemo (2.382 Kommentare)
am 16.06.2024 09:48

"Wind of Change" in Niederösterreich: Vielleicht sollte die Anti-Kickl-Allianz darüber nachdenken, ob ihr ständiges Schüren von Angst und Zwietracht mit Nazi vergleichen wirklich der neutrale kriegsfreie Weg ist, den sich die Mehrheit der Österreicher so sehr wünschen.

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Juni2013 (10.400 Kommentare)
am 15.06.2024 20:57

Da kann es der FPÖ mit der Remigration nicht so ernst sein, wenn sie den Udo Landbauer wieder zum FPÖ-Chef in NÖ macht. Ach so, hab ich vergessen, der Herr Landbauer soll ja der "Wind of Change" werden. Na, hoffentlich kein "hinterer Wind".

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Gabriel_ (3.661 Kommentare)
am 16.06.2024 10:23

@Juni2013: "...FPÖ mit der Remigration nicht so ernst sein..."

Was ist so schlecht an der Abschiebung von illegalen und kriminellen Asylanten?

Gegen wirklich Schutzsuchende, welche sich auch in die Gesellschaft integrieren, hat doch niemand etwas, bis auf eine kleine Minderheit von Idioten.

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santabag (6.407 Kommentare)
am 16.06.2024 14:35

Sie haben die Anspielung von Juni offensichtlich nicht verstanden. Aber, was soll's?

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Orlando2312 (22.481 Kommentare)
am 15.06.2024 20:42

Um Frau Johanna Kickl-Leitner ist es recht still geworden......

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MaxXI (1.070 Kommentare)
am 15.06.2024 21:54

....die wird sich altersmässig in absehbarer Zeit in die Pension verabschieden

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jeep42001 (1.555 Kommentare)
am 16.06.2024 07:35

Herr Landesbauer, wird ganz sicher ihr Erbnachfolger werden, den die Macht und Vermögen muß immer in der Familie bleiben.

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MannerW (2.950 Kommentare)
am 15.06.2024 20:27

Ohjeee… wieder gruselige Nachrichten aus dem NÖ Land.

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transalp (10.466 Kommentare)
am 15.06.2024 17:55

Ach herrje, der Liederbuchschreiber!
Woher stammt dieser Typ nochmal?
Aus welchem Land/ Staat?
Will doch diese FPÖ und dieser -für mich äußerst ungustiöse Typ- seine ehemaligen Landsleute die Ansiedlung in Österreich verbieten,?
Also wie - bitte- passt das zusammen?
So nach dem Motto:
"Ich bin da,
ich hsbs geschafft, und ihr alle bleibt zu Hause"
(ausgerechnet an die Länder seiner Herkunft gerichtet).
- Und knallt die Tür hinter ihm zu!
Pfui!

Sorry, aber bei diesem Landbauer kann einem das Ko...
kommen. 👎👎

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handycaps (2.286 Kommentare)
am 15.06.2024 17:28

Nur zur Erinnerung wes Geistes Kind dieser Landbauer ist, ein Auszug aus seinem Lierbüchel:

“Gebt Gas, ihr alten Germanen, wir schaffen die siebte MIllion.“

…… nachdem sechs Millionen Juden während der Nazi-Herrschaft ermordet wurden.

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MaxXI (1.070 Kommentare)
am 15.06.2024 21:58

Unter dieser von der FPÖ so hochgelobten Zeitepoche wäre der Landbauer deportiert worden.

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gw20566 (954 Kommentare)
am 16.06.2024 14:28

nomen est omen, es war anzunehmen, dass sie zu einer objektiven recherche nicht im stande sind, tja ...

einen kontext zu erkennen kann halt nicht jeder, leider.

ps: sie sind nicht alleine ...

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Maxi-milian (714 Kommentare)
am 15.06.2024 14:57

Die blaue Elite tut alles für den Zugriff auf den Futtertrog.
Es geht nicht um das Wohl Österreichs und seiner Bürger. Es geht nur um Wählerstimmen. Dafür ist keine Geschichte zu billig. Verzerrte und falsche Darstellungen gehören zum Standardrepertoire.

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Augustin65 (1.345 Kommentare)
am 15.06.2024 15:17

Genau umgekehrt verhält es sich, das ist die Wahrheit!

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lester (11.526 Kommentare)
am 16.06.2024 06:36

Schon wieder einer der an Märchen glaubt.

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santabag (6.407 Kommentare)
am 16.06.2024 14:37

Augustin glaubt nicht nur an Märchen, er erfindet diese sogar hochselbst.

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hubs54 (289 Kommentare)
am 16.06.2024 07:16

Der dumme August, der lustige Augustin, aber das es einen weisen August gibt, der die Wahrheit kennt, das ist etwas ganz unbekanntes. Ich denke, für sie gilt eher der Spruch des Volkes: Dummheit und Stolz, wachsen auf dem selben Holz.

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19josef66 (244 Kommentare)
am 15.06.2024 14:37

Oder "Germany's Next Top Model...."

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Augustin65 (1.345 Kommentare)
am 15.06.2024 14:25

Der nächste Innenminister!

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MaxXI (1.070 Kommentare)
am 15.06.2024 21:59

Ein 🧛🏻‍♂️?

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rudolfa.j. (3.737 Kommentare)
am 15.06.2024 14:04

Gratuliere ,auf in die Zukunft der Politik

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kirchham (2.366 Kommentare)
am 16.06.2024 08:00

Recht viel Blöder kann es nicht mehr werden rudolfa.

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Flachmann (7.369 Kommentare)
am 15.06.2024 12:44

Alles Gute Herr Landbauer!

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