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Pierer Mobility mit Umsatz- und Gewinnwarnung

16. Juni 2024, 13:22 Uhr
Pierer ordnet sein Reich und attackiert KTM Fahrrad
Konzernchef Stefan Pierer zückt den Sparstift Bild: Weihbold

WELS/MATTIGHOFEN. Allein im Fahrrad-Sektor erwartet Stefan Pierers Gruppe Pierer Mobility AG 2024 einen massiven Verlust (Ebit) bis zu 130 Millionen Euro, auch der Personalstand musste reduziert werden. Der Umsatz im Motorrad- und Fahrradbereich werde um zehn bis 15 Prozent unter dem Vorjahr liegen. Die Produktionsmengen in Österreich werden gesenkt.

Pierer Mobility rechnet für heuer bei Motorrädern und Fahrrädern mit einem Umsatzrückgang um 10 bis 15 Prozent sowie einem Gewinneinbruch: Im Bereich Motorrad sollten eingeleitete Kosteneinsparungen greifen und den rückläufigen Absatz kompensieren, teilte das Unternehmen in einer Aussendung mit. Hier peilt das Unternehmen ein ausgeglichenes bis leicht positives operatives Ergebnis (EBIT) an. Im Fahrrad-Bereich sei hingegen mit einem Minus von 110 bis 130 Mio. Euro zu rechnen.

Mitarbeiterzahl schrumpft

Mit dem Wachstum der Absatzzahlen in den letzten zehn Jahren habe sich die Mitarbeiterzahl der Motorradtochter KTM AG mehr als verdoppelt, schreibt das Unternehmen. "Angesichts der geänderten Standort- und Marktsituation musste der Personalstand nunmehr angepasst werden. Dieser Personalabbau nach Jahren steigender Beschäftigung ist schmerzlich, aber notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandorts zu erhalten und zu sichern." Was das konkret bedeutet und ob noch Mitarbeiter gehen müssen, war am Wochenende nicht zu eruieren.

Das negative EBIT im Fahrradbereich sei vor allem auf außerordentliche Abwertungen und Restrukturierungen zurückzuführen. Das Unternehmen verwies auf die hohe Nachfrage nach Fahrrädern während der Corona-Pandemie. Dadurch stiegen die Lagerbestände bei Pierer Mobility, aber auch bei den Lieferanten und Händlern. Diese Lagerbestände müssten nach wie vor abgebaut werden, wobei die Verkaufspreise unter Druck geraten sind.

Im Bereich Motorrad hat sich die Dynamik in den Kernmärkten USA und Europa deutlich verlangsamt. In den USA ist von einem weiterhin hohen Zinsniveau auszugehen, teilte das Unternehmen weiters mit. Dies würde sich negativ auf den US-Absatz auswirken. Aber auch der europäische Markt erweise sich als sehr volatil.

Stückzahlen in Mattighofen eingeschränkt

Da die Produktionskosten von Motorrädern in Europa gestiegen sind, sollen am Standort Mattighofen die Stückzahlen deutlich reduziert werden. Weiters wird die gemeinsame Forschung und Entwicklung beim Partner Bajaj Auto in Indien und dem Joint Venture-Partner CFMOTO in China ausgebaut. Außerdem ist geplant, "die vorteilhaften wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in diesen Regionen zur Absicherung der Wettbewerbsfähigkeit" zu nützen und verstärkt auf die dortige Zulieferindustrie zu setzen.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Die KTM Fahrrad GmbH mit der Fahrradmarke KTM hat damit nichts zu tun. Dieses Unternehmen sei ein seit 30 Jahren eigenständiges Familienunternehmen – im alleinigen Eigentum von Carol Urkauf-Chen.

Marken aus dem Pierer-Reich sind Husqvarna, Raymon und Gasgas.

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17  Kommentare
17  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
elhell (2.228 Kommentare)
am 18.06.2024 12:56

Herr Pierer bringt es selbst auf den Punkt, formuliert es aber negativ.
Über die vergangenen Jahre haben KTM und verbundene Unternehmen verkauft, verkauft und verkauft, die Produktion ist auf Hochtouren gelaufen und nun ist der Markt gesättigt.

Eigentlich sollte Herr Pierer sich freuen, wie gut es über lange Zeit gelaufen ist. Da darf er auch stolz sein und da bin ich ihm auch nix neidig, wenn er sich freut.
Das macht er aber nicht, er sieht sich ja lieber in der Rolle des großen Mahners in der Industriellenvereinigung, der der arbeitenden Bevölkerung grundsätzlich Faulheit, überzogene Entgeltforderungen und überhaupt den Untergang des dekadenten Abendlandes prophezeit, wenn wir uns nicht von ihm ausbeuten lassen wollen.

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elhell (2.228 Kommentare)
am 18.06.2024 13:09

Und der Herr Pierer hat vorgeplant und kann es sich richten.
Dann bauen seine Kooperationspartner in Indien Motorräder und jene in China Fahrräder, der er dann uns in Österreich verkauft.

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tituspullo (1.616 Kommentare)
am 16.06.2024 21:35

Pecunia non olet 😎

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analysis (3.759 Kommentare)
am 16.06.2024 20:04

Nur zur Erinnerung: Dieser Pierer hat mit seinen Firmen so viel abgezockt, dass er bei Rosenbauer einsteigen will.
Aber nachhaltige Firmenpolitik in den eigenen Unternehmen und Zusammenhalt mit den Mitarbeitern..?
ÖVP & FPÖ, egal ob in der EU (verhindern beide EU-Steuerdumping, ...) oder im Bund seit Schüssel-Haider:
Staatliche Förderungen füllen die Kassen der Wirtschaft, welche (wie auch Pierer) Steuer- u. Abgabenreduktion fordert,
und
werden von den Normalbürgern finanziert, welche die Investoren dann mit Arbeitsplatz-Verlust "belohnen"!

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meisteral (12.247 Kommentare)
am 16.06.2024 20:34

Die Analysis untersucht insbesondere Funktionen und Zahlenfolgen. Soweit ihr Nick in der Definition.
Wenn man og Dinge nicht beachtet, dann wird man nix verdienen. Ganz einfach.

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spoe (14.370 Kommentare)
am 17.06.2024 08:06

Die üblichen Fake-News und Hetze aus der Gewerkschafterecke. Einfach nur widerlich!

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Kopfnuss (10.039 Kommentare)
am 17.06.2024 08:28

"abgezockt"

Die Geisteshaltung wird durch solche hetzerische Begriffe transparent.

Offenbar hat die österreichische Gewerkschaft schon lange ein Problem mit Unternehmen, die mittelfristig Gewinne erwirtschaften. Sie verstehen nicht, dass Gewinne nicht nur das Einkommen und den Risikoaufschlag für die Investoren finanzieren, ebenso Abgaben an die Öffentlichkeit, sondern auch für die Investitionen und ein Wachstum der Unternehmen extrem wichtig sind. Gewinne sind nicht gut oder böse, sondern eine wichtige Voraussetzung für den Fortbestand von Unternehmen und Arbeitsplätzen.

Kein Wunder, dass man mit den eigenen Unternehmen (Konsum, Bawag etc.) sogar in der besten Konjunktur kläglich gescheitert sind.

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Kopfnuss (10.039 Kommentare)
am 17.06.2024 08:28

...kläglich gescheitert ist.

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cenodoxophylax (463 Kommentare)
am 16.06.2024 19:49

Möglich, dass sich Herr Pierer wieder beim Land um Haftungen anstellt wie schon in der Finanzkrise 2007/08? Vielleicht könnte er aber auch statt seiner Luxusprodukte was Nachhaltigeres herstellen? Andererseits haben Indien und China ohnehin Umwelt"standards" nach seinem Geschmack.

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meisteral (12.247 Kommentare)
am 16.06.2024 20:35

Kann es sein, dass sie das System Landeshaftung null verstanden haben?

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cenodoxophylax (463 Kommentare)
am 16.06.2024 21:04

Ihre Sorge ist unbegründet.

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spoe (14.370 Kommentare)
am 17.06.2024 08:07

Ja, weil Sie offenbar gar nix verstehen, wovon Sie posten,
sondern nur einen Auftrag erfüllen.

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cenodoxophylax (463 Kommentare)
am 17.06.2024 18:38

Ich ersuche höflich um Ihre Erläuterungen, um mein Unverständnis verkleinern zu können.

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Peter1983 (2.345 Kommentare)
am 16.06.2024 16:43

Wurde schon ein Spendenkonto eingerichtet?

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HukoP (657 Kommentare)
am 16.06.2024 17:42

Wenn Sie den Grund der Nachricht nicht verstehen und nichts vernünftiges zu sagen haben, lassen Sie es doch einfach!

Sollte es kündigen geben, können Sie ja gerne etwas an das AMS zahlen!

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kulesfak (2.800 Kommentare)
am 16.06.2024 20:47

Um die Situation zu entschärfen, können Sie dem armen Pierer ja auch gerne einen Teil Ihres Gehalts zukommen lassen.
Oder wollen Sie - so wie Pierer auch - etwa nicht bei Ihnen selber anfangen?
Nur eine Anregung dafür, daß Sie vorm Obergscheiterln auch nachdenken könnten.

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Kopfnuss (10.039 Kommentare)
am 17.06.2024 08:29

Der "Arme" verdient sich den Hass der Gewerkschafter und der SPÖ redlich durch seine respektablen Erfolge.

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