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Digitalisierungspaket soll Zettelwirtschaft an Schulen verringern

Von nachrichten.at/apa, 16. Juni 2024, 06:59 Uhr
Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP)
Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) Bild: APA/Eva Manhart

WIEN. Mit einem Digitalisierungspaket, das nun vom Bildungsministerium in Begutachtung geschickt worden ist, soll die Zettelwirtschaft zu Schulbeginn für Lehrer und Eltern weniger werden.

Darin vorgesehen sind etwa ein digitaler Schülerausweis, digitale Zeugnisse und Vereinfachungen bei der Datenerfassung. Die Begutachtung läuft bis 26. Juni, beschlossen werden soll das Paket im letzten Plenum vor der Sommerpause Anfang Juli.

Der digitale Schülerausweis als Handy-App, die so genannte edu.digicard, soll ähnlich funktionieren wie der elektronische Führerschein und andere Nachweise im Rahmen der digitalen Ausweisplattform. Seit März 2023 läuft dazu ein erfolgversprechender Pilotversuch, betonte das Ministerium gegenüber der APA.

Von Jahres- und Abschlusszeugnissen sollen neben der Papier- automatisiert auch amtssignierte elektronische Versionen zur Verfügung stehen, die jederzeit im Urkundenarchiv des Bildungsportals abgefragt werden können.

Vereinfachung bei Schulanmeldung oder Schulwechsel

Außerdem sind Vereinfachungen bei der Schulanmeldung und beim Schulwechsel geplant: Bei der erstmaligen Anmeldung in einer österreichischen Schule müssen Meldezettel, Passfoto und andere Nachweise nicht mehr in Papierform bei der neuen Schule vorgelegt und im Sekretariat aufwendig händisch erfasst werden. Stattdessen sollen Informationen und Fotos für den Ausweis automatisiert aus den staatlichen Registern kommen, bei einem Schulwechsel müssen sie künftig nicht noch einmal erfasst werden. Beim Antrag auf Schülerfreifahrt, zur Mitversicherung bei den Erziehungsberechtigten oder für den Familienbeihilfebezug soll auch keine Schulbesuchsbestätigung in Papier mehr nötig sein.

Die benötigten E-Government Services bekommen Lehrpersonal, Eltern und Schülerinnen und Schüler unabhängig von der Schulart über das Bildungsportal - bildung.gv.at, alle genutzten Verfahren und Services sind laut Bildungsressort schon länger bei Bund, Ländern, Städten und Gemeinden im Einsatz.

Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer würden von den geplanten Vereinfachungen in Verwaltung und Kommunikation "rasch und spürbar profitieren", so die Erwartung von Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP). Man schaffe damit "die Grundlage für ein Finanzonline für die Schulverwaltung".

Beschluss im Juli geplant

Das Gesetzespaket wurde bereits im Nationalrat eingebracht und dem zuständigen Ausschuss zugewiesen, ein Beschluss ist im Juli-Plenum geplant. Ob über Abänderungsanträge noch andere zuletzt von Polaschek präsentierte Reformvorhaben - etwa die geplante Abschaffung der verpflichtenden Vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA) bei der AHS-Matura - dazukommen, ließ man im Ministerium ebenso wie beim grünen Koalitionspartner auf APA-Anfrage offen.

Bei der VWA etwa sehen auch die Grünen Reformbedarf. Beim derzeitigen Modell seien Jugendliche mit viel Unterstützung durch die Eltern im Vorteil und das Zusammenschreiben von Sekundärliteratur sei nichts, was in Zukunft in Zeiten von KI noch Relevanz haben werde, plädierte Bildungssprecherin Sibylle Hamann für eine Weiterentwicklung in Richtung Projektarbeit. Die Ideen des Bildungsministers und der von ihm berufenen Expertenkommission dürften in eine ähnliche Richtung gehen, ortete sie weitgehend Einigkeit. "Wir werden jetzt nichts justament übers Knie brechen, wenn es keine gute Lösung ist. Aber eine gute Lösung schnell zu machen, hab ich auch nichts dagegen."

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20  Kommentare
20  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
azways (5.939 Kommentare)
am 18.06.2024 07:58

Das wird die Lehrer(gewerkschaft) mit ihrer starren reaktionären Gesinnung nicht zulassen !

Weiter wie zu Maria Theresias Zeiten - und keinen Schritt weiter !

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azways (5.939 Kommentare)
am 18.06.2024 08:03

Ach ja: Einen Schritt weiter sind wir doch.
Unsere Kinder lernen nicht einmal mehr lesen und schreiben.
Obwohl die Donaumonarchie ein Vielvölkerstaat mit über zehn Sprachen und zwanzig verschiedenen Königreichen und Ländern war, war die Erlernung von lesen und schreiben möglich.

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reiskeks (68 Kommentare)
am 17.06.2024 08:46

Digitaler Schülerausweis sollte es heißen

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reiskeks (68 Kommentare)
am 17.06.2024 08:44

Digitaler Schüleraustausch??
Es sollte schon eine Wahlmöglichkeit zwischen digital und Papierform geben. Es kann doch nicht sein, dass Volksschulkinder (Erstklässler) ein Handy brauchen, um in die Schule zu kommen.

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StefanieSuper (5.278 Kommentare)
am 16.06.2024 17:20

Da habe ich schon meine Bedenken.

Erstens gibt es diese teilweise bereits. Sie können sich auch über das Internet in Schulen anmelden. Wenn der Schülerausweis als APP ausgestellt wird, dann frage ich mich schon, muss der Schüler überall nun sein Handy mitnehmen und sind seine Daten geschützt, wenn er das Handy verliert oder er es verliert? Zeugnisse ins Internet zu stellen öffnet für vielen Missbrauch die Tür. Jeder Schüler kann sein Zeugnis fotografieren und auf seinem Handy speichern und zb. bei einer Bewerbung abrufen. In seiner eigenen Verantwortung. Wenn die Digitalisierung hilft Kosten zu sparen und man nicht in der Schulverwaltung alles 3 oder öfter ans Ministerium oder Landesschulrat melden muss, dann soll es mir Recht sein. Wir haben aber wohl gesehen, dass manche "Ausweise" oder Karten zB. den Missbrauch quasi herausfordern wie zb. die Sozialversicherungskarte. Nicht alles was neu ist, muss deshalb gut sein. Aber wenn der Amtsschimmel eingebremst ist es gut.

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Maxi-milian (714 Kommentare)
am 16.06.2024 11:57

Die Zeit für lange Diskussionen können wir uns sparen. Wir sind ohnehin schon viel zu spät dran.
Schauen wir einfach, was andere Länder machen, vor allem in Nordeuropa. Wenn wir eine der besten Lösungen kopieren, wird es gut. Auf jeden Fall besser, als wenn wir viel diskutieren und etwas Neues erfinden. Zusätzlich spart das Kopieren sehr viel Geld und Zeit.

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Gugelbua (32.255 Kommentare)
am 16.06.2024 11:44

wie soll das gehen❔ wir produzieren so viele Akademiker die alle in die Bürokratie streben😉

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spoe (14.371 Kommentare)
am 16.06.2024 10:42

Digitalisierungspaket, und die SPÖ fordert gleichzeitig das Anrecht auf ein analoges Leben für Digitalverweigerer aus dem vorigen Jahrtausend. 😂

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reibungslos (14.801 Kommentare)
am 16.06.2024 10:31

Mit KI baut man sich dann eine Kulisse eines perfekt organisierten Bildungssystems. Nur sind die meisten Absolventen unbrauchbar für Wirtschaft und Gesellschaft.

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spoe (14.371 Kommentare)
am 16.06.2024 10:48

Je weniger man über KI weiß, desto öfter wird darüber gesprochen.
Ähnlich wie bei Sex. 😂

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Utopia (2.871 Kommentare)
am 16.06.2024 09:50

Die Digitalisierung an sich ist eine feine Sache. Man kann sich echt viel Arbeit sparen - sofern man kann.
Das große Problem ist die Datensicherheit. Die steckt noch in den Kinderschuhen. Sie kostet Geld und man sieht auf den ersten Blick keinen V

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Utopia (2.871 Kommentare)
am 16.06.2024 09:51

und man sieht auf den ersten Blick keinen Vorteil, nur die Kosten.

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spoe (14.371 Kommentare)
am 16.06.2024 10:45

Datensicherheit und Kinderschuhe?

Möglicherweise bei Euch bei der Gewerkschaft. 🙈

Meine Erfahrung aus mehreren Jahrzehnten betrieblicher Erfahrung und IT: der Schwachpunkt ist und bleibt der Mensch als Geheimnisträger bzw. Schwätzer. Die meisten tragischen Geschäftsgeheimnisse oder privaten Daten gehen über Menschen raus!

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metschertom (8.151 Kommentare)
am 16.06.2024 07:51

Für mich unverständlich, Grüne und Bildung. Davon abgesehen muss das gesamte Bildungssystem umgekrempelt werden. Zumal immer weniger Schüler die deutsche Sprache nicht beherrschen und jene die sie können mit in den Abgrund ziehen.und da helfen auch keine Handy Apps.

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tulipa (3.392 Kommentare)
am 16.06.2024 11:03

und seit wann ist Polaschek ein Grüner? erst denken, dann schreiben!

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observer (22.371 Kommentare)
am 16.06.2024 07:51

Neben einem digitalen Schülerausweis sollte aber auch einer auf Papier bei Bedarf erhältlich sein. Vieles ist digital sinnvoll, aber nicht alles. Ausserdem macht man sich dann u.U. auch anfällig für Störungen oder Hackerei.

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Philantrop (480 Kommentare)
am 16.06.2024 07:31

Die Digitalisierung in Schulen ist schon weit genug gegangen: Volksschulkinderlein wischen z. B. mit Fingerchen auf Tablets umher, statt ordentlich schreiben zu lernen.

Wieso bringt man stattdesen bei der Verkürzung der Lehramtsstudieen auf ein vernünftiges Ausmaß nur sehr schleppend etwas weiter? Ach ja, das ist ja das Geschäft der Klientel des kleinen Koalitionspartners:
Möglichst viele Stunden mit immer demselben realitätsfernen Blabla füllen, wie es die grünaffinen Psychologen, Soziologen u. dgl. gerne haben.

Zudem sind wegen des Lehrermangels im Huschpfusch-Verfahren angesetellte Quereinsteiger billig, weil sie mit Sonderverträgen um mindestens eine Stufe (meist Maturant:innen-Niveau) tiefer entlohnt werden.

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kawox (595 Kommentare)
am 16.06.2024 07:44

@Philantrop Ihre Meinun sei Ihnen unbenommen, den Inhalt dieser Berichterstattung haben Sie aber nicht verstanden, oder?

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spoe (14.371 Kommentare)
am 16.06.2024 10:47

Hier geht es vorwiegend um die Digitalisierung der Abläufe bzw. Prozesse, auch Zettelwirtschaft genannt.

Das Finanzamt war (unter KHG) ein Vorreiter bei der Digitalisierung, seit damals führend in Europa, und die Schulen sind das Schlusslicht. Kein Wunder, denn einige Mitarbeiter und deren Gewerkschafter sind die größten Bremser und Verhinderer im Land.

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tulipa (3.392 Kommentare)
am 16.06.2024 11:14

Und woher wollen Sie wissen, dass die Schulen das Schlusslicht sind? Es kommt darauf an, welche Schule, und welche technischen Ressourcen, auch in Form von Personal mit entsprechenden Kenntnissen dort vorhanden sind. In Pflichtschulen gibt es nicht mal eine Sekretariatskraft oder Verwaltungsassistenten, die Lehrer machen alles, was über die Verwendung von Standardapplikationen wie Schülerstammdatenblätter und Zeugnisse hinausgeht, in ihrer Freizeit.
Und die zur Verfügung gestellten Programme waren in den letzten Jahrzehnten oft alles andere als stabil. Wer erinnert sich nicht an die Dauerabsturzorgien der Zeugnisprogramme vor Schulschluss, oder die unglaublich komplizierte Reisekostenabrechnung quer über alle Arten von Beamten und Vertragsbediensteten?
Digitalisierung wird nur funktionieren, wenn es entsprechende Fachleute für IT und Datensicherheit auch in den Schulen gibt.

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