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Nationalteam

Selbstkritik als bestes Zeichen im Kampf um den Gruppensieg

Von Harald Bartl  16. Oktober 2020 00:04 Uhr

Selbstkritik als bestes Zeichen im Kampf um den Gruppensieg
V. l. Stefan Lainer, Christoph Baumgartner, Torschütze Alessandro Schöpf, Xaver Schlager

Nations League: Platz eins hätte für Österreichs Fußball-Nationalteam mehrere Vorteile.

Es gab Zeiten in der österreichischen Nationalmannschaft, in der auf Kritik nach Niederlagen verärgert bis beleidigt reagiert wurde. Diese Zeiten sind schon länger vorbei. Nach dem 1:0 (0:0)-Sieg in Rumänien, wo Schalke-Legionär Alessandro Schöpf in der 76. Minute mit dem "goldenen" Tor den Unterschied ausgemacht hatte, war die Selbstkritik im heimischen Team unüberhörbar. Und das ist immer das beste Zeichen, um auch in der Zukunft erfolgreich sein zu können.

"Das war von den vier Nations-League-Spielen unser schwächstes", sagte etwa Kapitän Julian Baumgartlinger nach dem Spiel in Ploiesti, wo eine Systemumstellung von Teamchef Franco Foda zur Pause den Umschwung brachte. "Wir hatten im Spielaufbau zu viele einfache Fehler und mussten oft dem Ball hinterherrennen. Nach dem Umstellen vom 4-2-3-1 auf die Dreier-Abwehrkette hatten wir einen besseren Zugriff, waren im Ballbesitz besser und hatten auch mehr Balleroberungen", sagte der Deutsche, der sich kurz nach Spielende verabschiedete.

Mit dem Flugzeug ging es nach Nürnberg, anschießend rund fünf Stunden im Auto nach Graz. Foda wollte unbedingt gestern Vormittag beim Begräbnis von Ex-Sturm-Präsident Gerald Stockenhuber, unter dessen Führung Foda mit den "Blackies" 2011 Meister wurde, dabei sein.

Perfekte Ausgangsposition

Ein Sonderlob von Foda erhielt David Alaba, der sich auch auf der nicht gerade geliebten Position des linken Außenverteidigers stark präsentierte. "Er ist ein absoluter Weltklassespieler. Man hat schon gegen Nordirland gesehen, wie wichtig er ist, weil er eine Persönlichkeit ist. Er kann die Mannschaft führen und redet viel mit den Spielern."

Sollte am 15. November im Happel-Stadion gegen Schlusslicht Nordirland gewonnen werden, reicht drei Tage später gegen Norwegen schon ein Unentschieden für den Gruppensieg. Und dieser Gruppensieg hätte einige Vorteile.

Bei der kommenden WM-Qualifikation würde man aus dem zweiten Topf gelost und hätte damit wohl eine leichtere Gruppe als bisher. Außerdem steigt man mit dem Gruppensieg in die Liga A auf, in der die europäischen Top-Nationen als künftige Gegner warten und damit die Partien automatisch attraktiver machen. Darüber hinaus hätte man die Teilnahme am Nations-League-Play-off für die WM 2022 mit großer Wahrscheinlichkeit in der Tasche.

Denn aus der Liga A qualifizieren sich fast alle Teams meist bereits über die normale Qualifikation automatisch für die Weltmeisterschaft, ohne dafür noch den Umweg über die Nations League zu benötigen.

Deshalb würde Österreich selbst dann noch eine große Chance zur WM-Teilnahme haben, wenn man die Original-WM-Qualifikation verpassen und auch in der Nations-League-Gruppenphase schlecht abschneiden sollte. Es gäbe also einige Wege, die zur Endrunde nach Katar führen.

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Harald Bartl

stellvertretender Ressortleiter Sport

Harald Bartl
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