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Wein-Blog

Weingut Sepp Moser: Eine "never ending Story"

Von Hans Stoll  13. Oktober 2021 09:37 Uhr

Biodynamiker der ersten Stunde: Niki Moser mit Familie

Was im 12. Jahrhundert begann, wird bis heute mehr als erfolgreich fortgesetzt: die Geschichte der Weinbaufamilie Moser!

Im Jahr 1124 wurde bereits ein Moser als Kellereiverwalter des Stiftes Melk genannt. Doch der bislang berühmteste Moser war wohl Dr. HC Lenz Moser, der in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die so bezeichnete "Hochkultur" erfand. 

Dabei werden die Rebstöcke in Drahtrahmen eingebunden und man erreicht unter anderem eine bessere Durchlüftung, weniger Pilzbefall und ein leichteres Bearbeiten. Eine Variante der Reberziehung, die weltweit Anhänger gewinnen konnte. Mitte der 80er Jahre, nach einer schwierigen Phase, entschloss sein Sohn Sepp Moser den Weg der Selbständigkeit zu gehen. Er übernahm die Villa der Eltern, das sogenannte Atriumhaus, renovierte dieses und machte sich daran, sich auf die Lagen der 33 Hektar Rebflächen in Rohrendorf und Apetlon, zu konzentrieren. Für damalige Zeiten eine Kuriosität, sich so intensiv den Lagen zu widmen. Weine mit Charakter und Herkunftsgeschmack war seine Philosophie, ausschließlich für den Fachhandel und die Gastronomie gemacht.

Mit der Jahrtausendwende übernahm Sohn Nikolaus Moser das Weingut. Tatkräftig unterstützt von seiner Gattin Andrea und neuerdings auch von den bereits voll im Betrieb mitwirkenden Töchtern Kathi und Mariana. Niki Moser war und ist so etwas wie eine der Triebfedern was Biodynamische Wirtschaftsweise anbelangt. Sein unbändiger Wille nach Qualität einerseits und naturnaher Produktion andererseits, führte direkt in den Kreis der Demeter Winzer. Für biologisches Leben in den Böden zu sorgen, mit minimalstem Einsatze von Hilfsstoffen zu arbeiten und dafür zu sorgen, dass der Wein all das verkörpert, was mit Boden, Klima, Lage und Philosophie zu tun hat, was sich im Sammelbegriff "Terroir" widerspiegelt.

Mit Hornmist und Kieselpräparate arbeiten ohnehin schon viele Kollegen im biodynamischen Bereich. Bei Niki Moser sind es obendrauf noch Noriker Pferde die Teile der Weingärten und einige Gemüsekulturen pflügen. Wanderhühner leben inmitten der Reben und dazu gesellt sich eine kleine Schafherde zur Beweidung. Beste Voraussetzungen also um bei den Weißweinen ausdrucksvolle, mineralische Produkte zu erreichen, die das am Gaumen zeigen, was man Rohrendorfer Gegebenheiten nennt.

Trauben, die aus der Apetloner Ebene kommen, liefern andererseits das Grundmaterial für strukturreiche Rotweine und edelsüße Prädikatsweine. Obendrauf wird auch ein mehr als charmanter Schaumwein produziert. Passend zum Tag des österreichischen Sektes, sei daher der Blanc de Blanc Sekt des Hauses Sepp Moser empfohlen. Ganz nach Champagner Art ein geradliniger Sekt, der am Gaumen cremig und elegant seine feine Perlage zeigt, der sehr harmonisch und erfrischend für einen langen Nachhall sorgt.

Fazit: An sich ist es für Kulinariker beinahe fahrlässig, im Keller kein Sepp Moser Produkt zu haben.   

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Hans Stoll

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