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Keine halben Sachen auf der mexikanischen Halbinsel

Von Thomas Nigl, 17. Dezember 2022, 13:30 Uhr
Keine halben Sachen auf der mexikanischen Halbinsel
Feine Sandstrände und türkisblaues Meer prägen die Riviera Maya. Bild: Grand Palladium

Vielen sind Cancún und die umliegenden Regionen als Destinationen für feierlustige Touristen bekannt. Dabei hat Mexikos Karibikküste viel mehr zu bieten. Bei genauerem Hinsehen offenbaren sich Schätze landschaftlicher, kultureller und historischer Natur.

Wem beim Gedanken an Mexiko zuallererst Traumstrände, Sonne und tropische Temperaturen in den Sinn kommen, der könnte genauso gut an feurige Mariachi-Klänge, würziges Essen, einzigartige Karsthöhlen sowie historische Maya-Fundstätten denken. All das haben die Urlaubsregionen im mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo an der Karibikküste im Südosten des Landes zu bieten. Fast schon selbstverständlich finden sich hier auch die für die Karibik typischen weißen Sandstrände mit türkisblauem Meer.

Es verwundert daher auch nicht, dass sich die Küste und ihre Städte, vor allem das im Norden gelegene Cancún, in den vergangenen Jahrzehnten zu Touristenmagneten entwickelt haben. Bei Urlaubern aus den USA erfreut sich Cancún traditionell sehr großer Beliebtheit, einmal im Jahr sucht zudem eine Schar feierlustiger Studenten von US-Hochschulen die Stadt mit knapp 900.000 Einwohnern heim, um dort auf die Semesterferien ("Springbreak") anzustoßen. Wer nicht (nur) gekommen ist, um sich dem Trubel auf den Partymeilen hinzugeben, findet in einem der zahlreichen Hotels und Resorts in der etwas außerhalb gelegenen Hotelzone Zeit zum Ausspannen.

Keine halben Sachen auf der mexikanischen Halbinsel
Terrasse mit Ausblick im Grand Palladium Costa Mujeres Bild: Grand Palladium

Fährt man mit dem Auto rund 30 Minuten nach Norden, erreicht man den schmalen Küstenstreifen Costa Mujeres. Direkt am Meer buhlen üppige Resorts um die Gunst der Urlauber. Neben Erholung am Wasser darf dabei auch eine Portion Luxus nicht fehlen. Etwa im Grand Palladium Costa Mujeres Resort & Spa, das aus mehr als 670 Suiten besteht. Die weitläufige Hotelanlage erinnert an ein kleines Dorf. Wer hier schnell von einem Ort zum nächsten gelangen will oder bei hochsommerlichen Temperaturen einen Schweißausbruch vermeiden möchte, sollte besser auf einen der zahlreichen Golf-Buggys zurückgreifen, die als Taxis auf dem Gelände verkehren. Wer noch mehr kühlen Fahrtwind bevorzugt, kann sich sogar mit einem Elektroboot kutschieren lassen – auf dem künstlich angelegten Wasserkanal, der sich durch das Mini-Dorf schlängelt.

Großzügig fällt auch das Platzangebot in den Gästezimmern aus, die zudem durchwegs mit Minibar, Balkon und Whirlpool-Badewanne ausgestattet sind. Wer sich nach noch mehr Annehmlichkeiten sehnt, wird in einem eigenen Spa-Bereich fündig. Von der Sauna über eine Kältekammer und einen Salzraum bis hin zu Hydrotherapie-Pools findet sich hier alles, was das Wellness-Herz begehrt.

Tennis spielen (fast) wie die Profis

Möglichkeiten zur Abkühlung gibt es in insgesamt vier Pools, ein direkter Zugang zum Meer rundet das Badevergnügen ab. In den zahlreichen Restaurants und Bars heißt es dann, den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Abendliche Unterhaltungsangebote wie eine "Silent Disco" oder eine Show namens Chic Cabaret, eine gelungene Mischung aus Musical und Burlesque in Verbindung mit einem mehrgängigen Abendessen, laden dann aber doch wieder dazu ein, die Nacht zum Tag zu machen.

Keine halben Sachen auf der mexikanischen Halbinsel
Professioneller Tennisunterricht im Rafa Nadal Centre Bild: Grand Palladium

Doch das sollte gut überlegt sein. Immerhin könnte am nächsten Morgen bereits Sport auf dem Plan stehen. Möglichkeiten dazu gibt es viele: Fußball, Paddle-Tennis oder lieber doch ein Abstecher ins Fitnessstudio? Ein wirkliches Highlight gibt es für Tennis-Enthusiasten. Und für solche, die es vielleicht erst noch werden wollen. Denn im "Rafa Nadal Tennis Centre" können sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene Spieler in einem professionellen Trainingsumfeld Unterrichtsstunden nehmen und Trainingspläne ausarbeiten. Der spanische Tennis-Star Rafael Nadal verbürgt sich als Namensgeber höchstpersönlich für die Trainingsmethoden in der 2019 eröffneten Akademie, die damals die erste ihrer Art außerhalb Spaniens war. Um das Tennis-Erlebnis abzurunden, empfiehlt sich noch ein Abstecher in das ins Trainingszentrum integrierte Nadal-Museum, in dem zahlreiche Ausstellungsstücke vom 22-fachen Grand-Slam-Sieger zu bewundern sind.

Wer seine Entdeckungsreise auf der Halbinsel Yucatán lieber Richtung Süden antritt, gelangt sogleich an die Riviera Maya, die sich von Cancún über weitere bekannte Tourismus-Hochburgen wie Playa del Carmen bis in den Süden nach Tulum erstreckt. Will man dem städtischen Treiben in Playa del Carmen entfliehen, findet man auch hier ruhige Rückzugsorte, die nur wenige Autominuten entfernt sind.

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Ein Infinitypool ist eine der Annehmlichkeiten im TRS Yucatan. Bild: Grand Palladium

Dieses Anforderungsprofil erfüllt auch das ebenfalls zur Palladium-Gruppe gehörende TRS Yucatan Hotel. Zu den Annehmlichkeiten gehören hier drei Pools sowie ein Infinitypool mit spektakulärem Meerblick, Restaurants und Bars, ein Spa- und Wellnessbereich und mehr als 450 Suiten mit 24-Stunden-Zimmerservice. Die Anlage überrascht mit ihrer prächtigen Flora und Fauna. Inmitten von dschungelartigen Wäldern können Urlauber Flamingos aus nächster Nähe bestaunen, sollten aber auch nicht überrascht sein, wenn ihnen Grüne Leguane oder Waschbären über den Weg laufen.

Mayas, Schamanen und Cenoten

Die Fahrt entlang der Riviera Maya ist auch eine Entdeckungsreise. Eine Station sollte dabei unbedingt Tulum sein. Hier kommen Touristen mit der Kultur der Mayas in Berührung. Besonders imposant zeigt sich diese zunächst in Form einer Ausgrabungsstätte im Nationalpark von Tulum. Die archäologische Anlage liegt auf einer Meeresklippe, von der aus sich eindrucksvolle Blicke auf die Maya-Ruinen, den Strand und das Meer ergeben. Bei einer geführten Tour gibt es für Unvorbereitete auch gleich einen Schnellkurs zur Geschichte der Maya-Völker dazu.

Keine halben Sachen auf der mexikanischen Halbinsel
Jahrhundertealte Ruinen der Maya-Festung Bild: OÖN/Thomas Nigl

Viele der zertifizierten Reiseführer sind Einwohner umliegender Maya-Dörfer. Dank ihrer besonderen Kenntnisse, etwa in Astronomie und Gesundheit, galten die Maya-Völker lange als besonders fortschrittlich. Heute ist die indigene Bevölkerung sehr auf die Bewahrung und das Hochhalten von Riten und Traditionen bedacht. Manche Maya-Dörfer verzichten auch heute noch auf elektrischen Strom, verschlossen oder gar rückschrittlich sind die Einwohner aber nicht. Vielmehr wollen sie Touristen am Leben in ihren Dörfern teilhaben lassen. In einem der Dörfer nahe Cobá, etwas weiter im Landesinneren, empfängt Adolfo Touristengruppen. Der Schamane entzündet Räucherharz und segnet in Maya-Sprache jeden Anwesenden.

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Der Schamane Adolfo lebt die Traditionen der Mayas. Bild: OÖN/Thomas Nigl

Auch ihre kulinarischen Traditionen geben die Mayas gerne weiter. So wird den Besuchern gezeigt, wie Tamales gemacht werden. Die gefüllten Maisblätter werden unter Anleitung einer Dorfbewohnerin zubereitet und in den Ofen geschoben.

Ein anschließender Spaziergang durch den Dschungel endet bei einer Cenote, einer mit Grundwasser gefüllten Karsthöhle. Mehr als 6000 soll es davon alleine auf Yucatán geben, die Dunkelziffer dürfte allerdings noch deutlich höher sein. Den Mayas sind die Cenoten heilig, für Touristen sind sie beliebtes Fotomotiv und willkommene Abkühlung zugleich. Per Fußmarsch geht es wieder ins Dorf. Dort warten schon die fertigen Tamales – und zurück im Hotel mit Sicherheit auch noch der ein oder andere verborgene Schatz, den die mexikanische Halbinsel zu bieten hat.

Yucatán: Heimat der Mayas

  • Die Maya-Ruinen in der archäologischen Zone in Tulum können täglich von 8 bis 17 Uhr besichtigt werden. Es lohnt sich, morgens zu starten, um Touristenmassen und Hitze auszuweichen. Die Mayas
    bauten Tulum als ummauerte Festung, die sie zur Verteidigung gegen Angreifer nutzten. Zudem war Tulum ein strategischer Punkt auf Handelsrouten auf dem Land und auf dem Meer.
  • Ts’ono’ot nennen die Mayas ihre Karsthöhlen, die Cenoten. In der Maya-Sprache heißt das wörtlich „heiliger Quell“. Einheimische freuen sich über ein „Ma’alob k’iin“ oder ein „Dios bo’otik“. Das bedeutet „Guten Tag“ und „Danke“.
  • Cancún liegt im Norden Yucatáns und ist mit einem eigenen Flughafen die erste Anlaufstelle für Touristen aus aller Welt. „Can cún“ bedeutet in der Sprache der Maya „Schlangennest“. Cancún, das ab dem Ende der 1970er Jahre von der mexikanischen Regierung systematisch als Urlaubsort aufgebaut wurde, zählt heute zu den meistbesuchten Städten der Welt.
  • „Adults only“ heißt es im TRS Yucatan Hotel. Im Grand Palladium Costa Mujeres Resort & Spa sind dank „Family Selection“-Angebot auch Familien mit Kindern gut aufgehoben. Mehr Informationen und Preise auf palladiumhotelgroup.com/de
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Autor
Thomas Nigl
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