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Leichtathletik

Der Herr der Ringe: Höck turnte zu historischer EM-Silbermedaille

14. Dezember 2020 00:04 Uhr

Der Herr der Ringe: Höck turnte zu historischer EM-Silbermedaille
Der Steirer Vinzenz Höck (li.) schrieb heimische Turngeschichte.

MERSIN. Linzer Kranzlmüller überzeugte bei den Titelkämpfen in Mersin als Sechster am Barren.

Österreichs Kunstturner verkauften sich bei den Europameisterschaften in Mersin (Türkei) hervorragend. Vinzenz Höck holte an den Ringen die Silbermedaille. Mit 14,880 Punkten für seine gelungene Kür musste sich der Steirer nur dem türkischen Weltmeister Ibrahim Colak um 0,2 Zähler geschlagen geben. Bronze ging an den ukrainischen Olympia-Dritten Igor Radiwilow.

"Ein Traum ist wahr geworden. Nach der Quali am Donnerstag wusste ich um meine Chancen und wollte unbedingt eine Medaille. Ich müsste lügen, wenn ich sagte, dass ich nicht nervös war. Aber ich habe meine Nerven im Griff behalten und meine beste Übung der Saison geturnt", sagte Höck.

Die Medaille des 24-Jährigen ist erst die zweite für Österreich in der Turn-EM-Geschichte. Die einzige davor gewann Hans Sauter bei der ersten EM 1955 in Frankfurt mit Bronze am Pauschenpferd. Und vor der heurigen EM gab es erst eine einzige österreichische Gerätefinal-Teilnahme durch Marco Baldauf 2012 am Reck (Platz sechs). Dieser Wert wurde nun um gleich drei Teilnahmen erhöht. Denn neben Höck überzeugten auch der Linzer Severin Kranzlmüller als Sechster am Barren und Alexander Benda als Siebenter auf dem Boden.

Der Herr der Ringe: Höck turnte zu historischer EM-Silbermedaille
Severin Kranzlmüller machte seine Sache ebenfalls hervorragend.

"Fühlt sich an wie Medaille"

Einen Tag nach seinem 26. Geburtstag legte Heeressportler Kranzlmüller eine weitere optimal gelungene Kür nach und steigerte sich mit 13.600 Punkten auf den sechsten Platz. "Ein Wochenende wie aus dem Märchenbuch. Ich hätte mir nicht gedacht, dass ich meine Platzierung bei diesem starken Feld sogar noch verbessern kann. Dieser sechste Rang fühlt sich an wie eine Medaille." Der Sieg ging auch hier an einen Türken, den Barren-WM-Fünften Ferhat Arican.

Benda erfuhr von seiner Finalteilnahme erst wenige Minuten vor dem Bodenbewerb. "Erst beim Einturnen als Reservemann war klar, dass ich doch noch ins Feld nachrutsche, weil der Türke Abdelrahman Elgamal verletzt zurückgezogen hat."

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Starkes Quintett: Arnold, Benda, Kranzlmüller, Höck und Rudy (v. li.)

Höck, Kranzlmüller und Benda bestritten mit Ricardo Rudy vom Welser Turnverein und Manuel Arnold bereits am Samstag das Team-Finale, wo der sechste Platz herausschaute.

"Wir haben eine Supertruppe mit enormem Potenzial und sind auf dem besten Weg. Der nächste Olympiazyklus wird für uns richtig interessant", sagte der Mühlviertler Fabian Leimlehner, selbst 31-facher Staatsmeister und seit August 2018 Österreichs Sportdirektor.

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