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Landespolitik

Spitäler: Infiziertes Personal muss in Oberösterreich zuhause bleiben

Von Michael Schäfl  02. August 2022 10:19 Uhr

Infiziertes Personal muss in Oberösterreich zuhause bleiben
In Oberösterreich muss medizinisches Personal daheimbleiben.

LINZ. In Salzburg und Niederösterreich müssen Pfleger und Ärzte ohne Symptome in den Krankenhäusern arbeiten.

Seit gestern gibt es für 101.174 Infizierte bundesweit keine Quarantäne mehr. Stattdessen gilt eine Verkehrsbeschränkung: Positive müssen eine FFP2-Maske tragen und dürfen fast überall hin. Wenn sie keine Symptome haben, dürfen sie auch arbeiten gehen. Doch obwohl die neue Verordnung bundesweit gilt, gehen die Länder eigene Wege, gerade im Gesundheitswesen.

Eine Corona-Infektion ist in Niederösterreichs Krankenhäusern kein Grund, dem Dienst fernzubleiben. Wer keine Symptome hat, muss ebenso wie in Salzburgs Spitälern arbeiten gehen. Doch anders als in Salzburg dürfen Niederösterreichs Pfleger und Ärzte auch mit einer Infektion zu den Patienten. Ausnahmen gelten in Bereichen mit immunsupprimierten Patienten wie in der Onkologie, im Umgang mit Transplantierten, auf Intensivstationen und auf der Neugeborenen-Station.

Der Wegfall der Quarantäne gebe "uns Flexibilität zurück", lobt Johannes Schwamberger, Sprecher der Tirol Kliniken. Ob man Infizierte arbeiten lassen werde, sei noch in Arbeit, ebenso wie in Kärnten und der Steiermark.

"Keine zusätzliche Gefahr"

"Wir setzen unsere Mitarbeiter und Patienten sicher keiner zusätzlichen Gefahr aus", fasst Christian Lampl, stv. Ärztlicher Leiter des Ordensklinikums, die Vorgehensweise in Oberösterreichs Spitälern zusammen. Positiv getestetes Personal darf den Arbeitsplatz nicht betreten. "Das gilt für alle, unabhängig davon, ob sie Symptome verspüren oder nicht", hieß es gestern aus dem Landeskrisenstab. Symptomloses, nicht medizinisches Personal muss im Homeoffice arbeiten. Ähnliches gilt in Vorarlberg, dem Burgenland und Wien.

Nur wenn Oberösterreich eine Versorgungskrise drohe, dürften positiv getestete Pfleger und Ärzte wieder arbeiten, sagt Jutta Oberweger, Sprecherin der Gesundheitsholding. Auch in den Heimen dürfen positive Mitarbeiter nur im Ernstfall arbeiten: aber ausschließlich mit Maske, Handschuhen und Schutzmantel.

Der Linzer Weg

Dass Menschen krank arbeiten gehen sollen, sei "verantwortungslos", sagte der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SP) gestern. "Linz geht einen eigenen Weg." Die 3000 bei der Stadt Angestellten dürfen infiziert nicht an ihrem Arbeitsplatz erscheinen, das gilt auch für Personal in den Kinderbetreuungs- und Altenpflege-Einrichtungen. Jene ohne Symptome sind zum Homeoffice verpflichtet.

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Michael Schäfl

Redakteur Politik

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