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Innenpolitik

Kärntner Cluster: Vorwürfe an Kickl nach Vortragstour

Von OÖN   01. Dezember 2021 13:06 Uhr

"Bild war für uns erbärmlich" - Die Zitate der Woche
In zeitlicher Nähe zur FPÖ-Veranstaltung mit Parteichef Herbert Kickl schnellten im Bezirk Wolfsberg die Infektionszahlen abrupt in die Höhe.

KLAGENFURT. Hat FP-Chef Herbert Kickl mit seiner "Freiheitstour" gegen die Corona-Maßnahmen eine Infektionskette im Lavanttal ausgelöst?

Die Kärntner Gesundheitslandesrätin Beate Prettner (SP) sieht zwischen Kickls Auftritt am 5. November vor Hunderten unmaskierten Besuchern in einem Saal in Wolfsberg und dem Hochschnellen der Infektionszahlen einen zeitlichen Zusammenhang. Der gleichnamige Bezirk hält aktuell mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 2000 den Negativrekord.

Zusätzlich aufgeheizt wurde die Diskussion durch die Meldung, wonach der bekannte Sänger der Volksmusikgruppe "Die Fidelen Mölltaler", Ludwig "Lucky" Ladstätter, nach zweiwöchigem Kampf gegen Corona im Krankenhaus Wolfsberg gestorben ist. Ladstätter war, wie auf einem gemeinsamen Foto dokumentiert, einer von Kickls Gästen.

FP-Generalsekretär Michael Schnedlitz warf der SPÖ einen "Anpatzversuch" vor. Im Rahmen der Freiheitstour seien auch am 5. und 6. November in Kärnten "sämtliche Besucher von einer eigens engagierten Security-Firma" auf Einhaltung der 3G-Regel kontrolliert worden. Gleichzeitig habe es in Villach und Klagenfurt Eishockeyspiele mit Tausenden Besuchern gegeben, sagte Schnedlitz. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SP) kritisierte die Verharmlosung von Covid-19 durch Kickl "entgegen jeder Vernunft".

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