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Steyr

Pfeil peilt beim Wien-Marathon Olympia-Limit an

Von Kurt Daucher   06. April 2016 00:04 Uhr

Pfeil peilt beim Wien-Marathon gleich einmal das Olympia-Limit an
Valentin Pfeil feiert in Wien sein Marathon-Debüt. Er läuft auch um öffentliche Aufmerksamkeit.

STEYR, WIEN. Der Steyrer Top-Läufer hat sich einen Kilometer-Schnitt von 3:10 Minuten vorgenommen.

Valentin Pfeil will es wissen. Der schnelle Steyrer tritt am Sonntag, 10. April, zu seinem ersten Marathonlauf an – und will dabei gleich das Olympialimit von 2:14 Stunden unterbieten. Dann wäre er auch am 20. August in Rio, Brasilien, über die 42,195-Kilometer-Distanz am Start.

Warum sich der 27-Jährige gerade Wien für sein Marathon-Debüt ausgesucht hat, liegt auf der Hand. In der Bundeshauptstadt hat er sechs Jahre lang Veterinärmedizin studiert. Die Wohnungen, in denen er dabei logiert hat, befinden sich allesamt nahe der Laufstrecke. Auch den Prater, wo er trainingshalber unzählige Kilometer abgespult hat, kennt er wie seine Wesentasche.

Langweilig wird´s nicht

"Es ist schon ein Vorteil, wenn man die Strecke kennt", bestätigt Pfeil im Gespräch mit der Steyrer Zeitung. Es vergehe die Zeit einfach viel schneller, wenn die Umgebung bekannt ist und man nicht nur auf die Uhr schaut während eines Laufs. Respekt habe er vor der Herausforderung dennoch – vor allem deswegen, weil er eine derartige Distanz bewerbsmäßig noch nicht gelaufen ist.

Damit sein Vorhaben gelingt, hat der Athlet aus den Reihen des Lac Amateure Steyr nicht nur viel trainiert. Zuletzt – beim Trainingslager in Italien – hat er es innerhalb von zwei Wochen auf 400 Kilometer gebracht. Er hat sich auch drei Helfer für seinen Auftritt in Wien organisiert. Zwei Läufer aus Afrika sollen ihm 30 bis 35 Kilometer lang das richtige Tempo vorgeben und wenn nötig auch Windschatten. Sein langjähriger Trainingspartner und Freund Christian Steinhammer wird ihn bis zur Halbmarathon-Marke begleiten.

Die Qualifikation für die olympischen Spiele peilt Pfeil mit einem Kilometer-Schnitt von 3:10 Minuten an. Dass es sogar noch etwas schneller geht, hat das 62-Kilo--Leichtgewicht heuer schon beim Halbmarathon in Barcelona bewiesen. Ob sich das Tempo nun auch über die doppelte Distanz durchhalten lässt, wird sich weisen.

Sollte Pfeil ins Ziel kommen, scheint ihm ein Erfolg auf alle Fälle sicher, der Titel des schnellsten Österreichers nämlich. Ähnlich schnelle Landsleute wie Pfeil sind nicht am Start. Die tatsächliche Konkurrenz werden also internationale Läufer sein.

Das Fernsehen ist live dabei

Was dem Steyrer langfristig in die Karten spielen könnte, ist die Tatsache, dass ihm beim Wien-Marathon auch einige Fernseh-Minuten gewiss sind. Mit der neuen Bekanntheit über die Laufszene hinaus sollte sich künftig der eine oder andere größere Sponsor ködern lassen können. Derzeit gibt’s nämlich noch sehr wenig Unterstützung von Seiten der werbenden Wirtschaft. Pfeil: "Auf der Bahn laufen wir ja praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Bei einem Event wie dem Wien-Marathon wird man dann auch allgemein wahrgenommen."

Der Start zum Vienna City Marathon erfolgt pünktlich um 9 Uhr. Pfeil sollte also, wenn er seinen engagierten Zeitplan einhalten kann, kurz vor 11.15 Uhr im Ziel vor dem Burgtheater eintreffen. ORF eins überträgt das Rennen live. Der Steyrer Top-Läufer geht mit der Startnummer 34 ins Rennen.

 

Läufer & Lauf

Valentin Pfeil zählt zu den aktuell besten Läufern Österreichs. Über Distanzen wie die 5000 und 10.000 Meter ist er mehrfacher Staatsmeister geworden. Nun wagt sich der Läufer aus den Reihen des Lac Amateure Steyr erstmals an den Marathon. Die 42,195 Kilometer sind jene Distanz, die ihm vermutlich am besten liegen dürfte. Das Olympia-Limit, das Pfeil in Wien zu unterbieten versucht, ist auf 2:14 Stunden festgelegt.

Der Vienna City Marathon, bei dem Pfeil sein Debüt in dieser Disziplin gibt, findet am Sonntag, 10. April, statt. Der Start erfolgt um 9 Uhr. ORF eins überträgt live, und zwar bereits ab 8.30 Uhr. An dem Großereignis, bei dem auch über kürzere Strecken gelaufen wird, nehmen in Summe 42.000 Läufer teil, der Großteil davon Hobby-Athleten.

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