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Wie eine zierliche Frau eine ganze Schulklasse begeisterte

Von Bernhard Leitner, 09. März 2017, 00:04 Uhr
Aus dem Hochgebirge Nepals in das flache Machland: Draupati Rokaya mit Schülerinnen der FS Baumgartenberg.   Bild: (lebe)

BAUMGARTENBERG. Draupati Rokaya gab an der Fachschule Baumgartenberg Einblicke in den Alltag nepalesischer Frauen und in ein vitales Hilfsprojekt.

Die Stimme der zierlichen Frau ist leise, aber voller Kraft. Mit großer Aufmerksamkeit saugen die Schülerinnen der 3B-Klasse der Fachschule Baumgartenberg jeden ihrer Sätze auf, wenn die 58-jährige Draupati Rokaya aus Nepal über ihre Hilfsorganisation erzählt, die im Gebirgsstaat in Zentralasien Frauen hilft, auf eigenen Beinen zu stehen. "Viele Männer in Nepal denken, sie stehen über uns. Umso stärker müssen wir Frauen zusammenhalten, wenn wir unsere Lage verbessern wollen", sagt Rokaya.

Gemeinsam mit Monika Weilguni, Referentin der Katholischen Freuenbewegung der Diözese Linz, ist die Nepalesin nach Baumgartenberg gekommen, um über ihre Arbeit in Kathmandu zu berichten. "Der Bürgerkrieg hat tiefe Wunden in unsere Gesellschaft gerissen. Die Situation ist derzeit ruhig, aber die politischen Parteien begegnen einander immer noch mit großem Misstrauen", sagt Draupati Rokaya. Die unsichere Lage und das verheerende Erdbeben vor zwei Jahren machen vor allem den Frauen des Landes zu schaffen: Zwangsverheiratungen – oft noch im Kindesalter – und Menschenhandel stehen an der Tagesordnung. Die Alphabetisierungsrate bei Frauen liegt bei gerade einmal 40 Prozent.

Vor diesem Hintergrund hat Rokaya mit einer Handvoll Gleichgesinnter im Jahr 1993 die Hilfsorganisation NMBS (Nepal Mahila Bishwasi Sangh) gegründet. Hier wird den Frauen nicht nur mittels medizinischer Versorgung und Sozialberatung geholfen, sondern auch mit Stipendienprogrammen und Mikro-Krediten: Damit können die Frauen einen Friseurladen einrichten oder sich als Näherinnen selbstständig machen. Mittlerweile ist NMBS zu einer auch von den Behörden anerkannten Einrichtung angewachsen. Jedes Jahr finden hier 500 Frauen und Mädchen neuen Halt im Leben. Eine Bilanz, die in der Schulklasse nachhaltigen Eindruck hinterlässt, wie etwa die Reaktion von Monika Brandstetter zeigt: "Mich beeindruckt, wie aus dem Engagement einiger weniger Frauen so ein großes Sozialprojekt wurde."

Schülerinnen wollen helfen

Nach einer knappen Stunde geballter Information aus Nepal steht für die Schülerinnen aus Baumgartenberg fest: Auch sie wollen ihren Teil dazu beitragen, dass dieses Frauenprojekt weiter auf gesunden Beinen stehen kann. Sie werden beim Fastensuppen-Essen, das die Katholische Frauenbewegung des Dekanats Perg am Freitag, 17. März, an der hiesigen Bezirkshauptmannschaft veranstaltet, im Service im Einsatz stehen. Der Erlös aus diesem Benefiz-Essen kommt der Aktion "Familienfasttag" und über diesen Weg den Frauen in Nepal zugute.

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