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Innviertel

Zusammenarbeit über Grenzen hinweg

13. November 2019 00:04 Uhr

Zusammenarbeit über Grenzen hinweg
Projektkoordinatorin Stefanie Wölfl (M.) mit den beiden Bürgermeistern Franz Angerer (li.) aus Schärding und Josef Schifferer (r.) aus Neuhaus am Inn.

SCHÄRDING, NEUHAUS. Erstes Unternehmer-Treffen im grenzübergreifenden Mittelzentrum Neuhaus/I.-Schärding.

Die beiden Bürgermeister Franz Angerer (VP) aus Schärding und Josef Schifferer (CSU) aus Neuhaus am Inn luden regionale Unternehmer zum Informationstreffen und gemeinsamen Austausch ins grenzübergreifende Mittelzentrum ein. Dabei wurde nicht nur die jetzige Situation besprochen, sondern vor allem auch Zukunftspläne für eine positive Weiterentwicklung geschmiedet.

Welche Chancen bietet das grenzübergreifende Mittelzentrum Neuhaus am Inn - Schärding für die lokalen Unternehmen? Wie können diese von einem verstärkten Miteinander der beiden Orte profitieren? Welchen Mehrwert bietet das zunehmende Zusammenwachsen der beiden Orte im Bereich der Wirtschaft? Wo gibt es – trotz EU – noch Hindernisse, die die wirtschaftlichen Verflechtungen erschweren? Dies waren die Fragen, die die Firmeninhaber aus Neuhaus und Schärding beim ersten Unternehmer-Treffen im Mittelzentrum hatten.

Barrieren, die Arbeit erschweren

Projektkoordinatorin Stefanie Wölfl stellte das Projekt "Mittelzentrum" vor und ging dabei vor allem auch auf die daraus entstehenden Chancen für die Wirtschaft ein. Dabei wurde deutlich, dass seit der Öffnung der Grenze sich vieles zum Positiven verändert habe. Alle Anwesenden hoben die bereits seit Jahren bestehenden guten Geschäftskontakte über die Grenze hinweg hervor. Bis zu 50 Prozent der (Stamm-) Kundschaft komme aus dem jeweils anderen Land. Trotzdem gebe es noch immer Barrieren, die das Wirtschaften über den Inn hinweg erschwerten. Vor allem die administrativen und verwaltungstechnischen Barrieren wurden als hemmende Hindernisse für einen einheitlichen Wirtschaftsraum Neuhaus-Schärding gesehen. Dies sei ein Thema, das immer wieder auf politischer Ebene zur Sprache kommen sollte, bekräftigte der zweite Bürgermeister von Neuhaus, Stephan Dorn (CSU).

Problematisch sei auf beiden Seiten auch der zunehmende Fachkräftemangel. Dies sollte im Zuge der Entwicklung des Mittelzentrums weiter zum Thema werden. Einhellig waren die Anwesenden der Meinung, dass der Erfahrungsaustausch in dieser Runde für alle ein Gewinn sei und fortgeführt werden sollte. Man sei gespannt, was sich daraus weiter entwickeln werde.

Werbegemeinschaft geplant

Ganz konkret planen die Projektverantwortlichen eine gemeinsame Werbegemeinschaft, die sich im Außenauftritt des Mittelzentrums, welcher in den kommenden Monaten entstehen soll, wiederfindet. Als Mehrwert für die vielen kleinen Unternehmen in der Region wurde auch der geplante Gemeinschaftsstand auf der Messe "Passauer Frühling" angesehen, der kleineren Betrieben die Möglichkeit gibt, sich tageweise auf der immer gut besuchten Frühjahrsmesse zu präsentieren. "Auch ein gemeinsamer Internetauftritt des Mittelzentrums unter Einbindung der Wirtschaft und ein Online-Marktplatz für die lokale Wirtschaft wurden positiv bewertet. Dies umzusetzen hat hohe Priorität", sagt Stefanie Wölfl. Die Koordination des grenzübergreifenden Mittelzentrums Neuhaus am Inn - Schärding wird gefördert mit Mitteln des INTERREG-Programms Österreich-Bayern 2014 bis 2020.

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