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Innviertel

SV Ried will auch mit Frauenteam in die Bundesliga

Von Thomas Streif  18. Januar 2022 07:25 Uhr

SV Ried will auch mit Frauenteam in die Bundesliga
SV-Guntamatic-Ried-Vorstandsmitglied Robert Tremel mit den drei Vereinsvertretern für die Zukunft des Frauenfußballs: Jürgen Wabitsch (SV Ried), Stephanie Winklhofer-Ranftl (Union Weilbach), Markus Kaltenböck (SV Antiesenhofen)

RIED / WEILBACH / ANTIESENHOFEN. Langfristiges Ziel wird verfolgt, Kooperation mit Weilbach und Antiesenhofen.

Mit 25 Punkten liegen die Damen der Spielgemeinschaft Weilbach/Antiesenhofen derzeit auf dem dritten Tabellenplatz in der Oberösterreich-Liga. Zwar haben die Fußballerinnen nur Außenseiterchancen auf den ersten Platz und dem damit verbundenen Aufstieg in die zweite Bundesliga, aber mittelfristig soll der Weg in Richtung Bundesliga gehen. Dazu wurde gestern eine Kooperation der SV Guntamatic Ried mit der Union Weilbach und dem SV Antiesenhofen präsentiert. Man wolle die Kräfte bündeln, um professionellen Frauenfußball und Breitensport-Fußball für Damen im Bezirk Ried zu ermöglichen. Die Kooperation beginnt offiziell mit der Saison 2022/2023, aber schon jetzt wird man gemeinsam an der Zukunft arbeiten.

"Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, den Frauen die Möglichkeiten zu geben, an den Spitzensport heranzukommen, aber auch um leidenschaftlich Fußball zu spielen", sagt Robert Tremel, Vorstandsmitglied der SV Ried. Durch die Zusammenarbeit mit Antiesenhofen und Weilbach sollen für alle Mädchen und Frauen insbesondere in unserer Region die Möglichkeiten verbessert werden, eine gute Fußballausbildung zu erhalten. Langfristiges Ziel dabei ist es, mit einer Mannschaft aus dem Innviertel in der höchsten österreichischen Liga zu spielen." Wichtig sei aber genauso, dass der Breitensport seinen Platz habe, so Tremel.

 Video: Robert Tremel und Jürgen Wabitsch im Interview

"Unseren Frauenfußballverein gibt es mittlerweile seit 18 Jahren und haben in dieser Zeit schon viel erreicht. Wir haben schon häufiger am Meistertitel in der OÖ-Liga gekratzt. Jetzt können wir die Kräfte bündeln. Wir wollen, dass noch mehr Mädchen mit dem Fußball beginnen", sagt Stephanie Winklhofer-Ranftl von der Union Weilbach.

Die erste Mannschaft wird ab Sommer als Spielgemeinschaft SV Guntamatic Ried/SV Antiesenhofen antreten.

Die Heimspiele werden in erster Linie auf der weitläufigen Anlage des SV Antiesenhofen stattfinden. "Wir möchten allen Mädels eine gute Fußballplattform bieten", sagt Markus Kaltenböck vom SV Antiesenhofen.

SVR-Vorstandsmitglied Tremel kündigte gestern aber schon an, dass man den Frauen auch Spiele in Ried ermöglichen möchte.

Ziel der Kooperation sei, die gemeinsamen Stärken und Ressourcen zu bündeln, um dem Frauenfußball im Innviertel neues Leben einzuhauchen, sagen Winklhofer-Ranftl und Kaltenböck. Für die SV Ried wird Jürgen Wabitsch für die Frauen als zuständiger Sektionsleiter verantwortlich sein. "Ein langfristiges Ziel ist, dass wir unsere zukünftigen Spielerinnen bei uns im Nachwuchs selber ausbilden", sagt Wabitsch.

Video: Stephanie Winklhofer-Ranftl und Markus Kaltenböck im Interview

Chabbi wird operiert

Keine guten Nachrichten gibt es hingegen von der Profimannschaft zu berichten. Die Befürchtungen haben sich leider bestätigt: Ried-Stürmer Seifedin Chabbi zog sich beim Testspiel am Samstag gegen Steyr einen Bruch des Ellbogens zu. "Leider handelt es sich um einen komplizierten Bruch. Chabbi wird am Mittwoch im Krankenhaus Ried operiert. Er will alles daransetzen, dass er uns in dieser Saison noch zur Verfügung stehen wird. Er wird aber sicher acht bis zehn Wochen ausfallen", sagt Thomas Reifeltshammer, sportlicher Leiter der SV Guntamatic Ried. Die Verletzung sei für die Mannschaft "eine sehr schlechte Nachricht". Man werde jetzt gemeinsam mit Trainer Robert Ibertsberger den Markt für einen Ersatz sondieren. "Es gibt Möglichkeiten", sagt Reifeltshammer.

Constantin Reiner wird den Verein hingegen verlassen. Laut Reifeltshammer befand er sich gestern in Polen beim Erstligisten Piast Gliwice zu medizinischen Tests. Anschließend ging es für den Innenverteidiger mit seinem neuen Verein bereits auf ein Trainingslager. Der Vertrag von Reiner, der für die SV Ried 88 Pflichtspiele absolvierte, wäre noch bis zum Saisonende gelaufen. Eine Ablösesumme wird es für die Innviertler daher geben.

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Thomas Streif

Lokalredakteur Innviertel

Thomas Streif

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