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Innviertel

Es geht los: Rieder Messe von Bundespräsident Van der Bellen eröffnet

Von Thomas Streif   09. September 2021 12:03 Uhr

Bundespräsident Alexander Van der Bellen

RIED. Von heute, Donnerstag, bis inklusive Sonntag findet in Ried die internationale Landwirtschafts- und Herbstmesse statt. Bundespräsident Alexander Van der Bellen eröffnete die Veranstaltung am Donnerstagvormittag.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hatte am Donnerstag bei der Messeeröffnung die Lacher auf seiner Seite. Als Abschluss einer launigen Rede, in der Van der Bellen unter anderem über einen Wachaubesuch und seine Heimat, dem Kaunertal, erzählte, eröffnete das Staatsoberhaupt kurz vor Mittag die internationale Rieder Landwirtschafts- und Herbstmesse. "Es freut mich, hier zu sein und den Satz, für den ich wohl eingeladen bin, zu sagen: Die Rieder Messe ist endlich eröffnet und jetzt freue ich mich darauf, zu sehen, was hier alles geboten wird."

"Der Besuch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen ist eine große Aufwertung unserer Messe", sagte Messepräsident Alfred Frauscher bei der Eröffnung. "Diese Messe abzuhalten, war keine leichte Entscheidung, aber wir sind froh und glücklich darüber, dass wir uns so entschieden haben. Ich bin mir sicher, dass die Landwirtschafts- und Herbstmesse eine großartige Veranstaltung werden wird", sagte Frauscher. Im Landwirtschaftsbereich sei man bis auf den letzten Quadratmeter ausgebucht. Das Volksfest wurde bereits am Mittwochnachmittag eröffnet, der Andrang war groß, die OÖN haben berichtet. 

Für Rieds Bürgermeister Albert Ortig war es die letzte Messeeröffnung, Ortig, seit 27 Jahren Stadtchef, wird sich nach den Wahlen am 26. September politisch zurückziehen. "Heute mache ich es kurz, die Unterlagen für die Ansprache habe ich daheim gelassen. Ich verspreche, dass ich hier heute das letzte Mal sprechen werde", sagte Ortig. Ganz so kurz wurde die Rede dann aber doch nicht, Ortig nutzte seinen Auftritt dazu, sich unter anderem bei Landeshauptmann Thomas Stelzer und dessen Vorgängern zu bedanken. "Mein letzter Dank bevor ich abtrete, gilt dem Messeteam, dieses hat unter schweren Bedingungen diese Messe innerhalb von vier Monaten auf die Beine gestellt", sagte Ortig. An die Regierung richtete Ortig die Bitte um finanzielle Corona-Unterstützung für die Messe Ried. 

"Enormer Preisdruck für Bauern"

"Die vergangenen eineinhalb Jahre haben uns klar vor Augen geführt, was wir seit langen nicht mehr gespürt haben. Nämlich, dass die Bauern in Österreich absolut systemrelevant sind und Lebensmittel in höchster Qualität erzeugen", sagte Josef Moosbrugger, österreichischer Landwirtschaftskammerpräsident. Die Zeiten für die Landwirtschaft seien schwer, nicht zuletzt durch die sich zuspitzenden klimatischen Bedingungen. Der Preisdruck für die Bauern seien enorm, während sich Handelspartner zum Teil über Rekordergebnisse freuen würden. Man befinde sich im "Schraubstock und Würgegriff" des Handels. "Wir müssen uns wieder etwas Luft verschaffen", sagte Moosbrugger, der sich auch zu umstrittenen Wahlplakaten der Grünen mit der Aufschrift "Bio oder Gift" (die OÖN haben berichtet) äußerte: Wenn man als Vergifter hingestellt wird, dann ist das letztklassiger, populistischer Stimmenfang." 

Am Mittwoch öffnete das Rieder Volksfest seine Türen

"Es ist angerichtet, Ried und die Messe haben sich herausgeputzt, die Sonne scheint und das Interesse ist riesig", sagte Landeshauptmann Thomas Stelzer, der von einem "großen wirtschaftlichen Aufschwung" in Oberösterreich sprach. "Das wirtschaftliche Wachstum ist viel besser als gedacht, hier passt die Rieder Messe sehr gut dazu", denn hier werde der Fokus auf wichtige Zukunftsthemen gelegt, sagte Stelzer, der ebenfalls die Landwirtschaft in Oberösterreich verteidigte: "In der Landwirtschaft wird hochprofessionell und verantwortungsvoll gearbeitet." 

Von einer "Leuchtturm-Messe" für die Landwirtschaft im Herzen Europas, sprach Landwirtschafts- und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger Durch die Corona-Pandemie sei das Bewusstsein in der österreichischen Bevölkerung für Produkte der heimischen Bauern erheblich gestiegen. Das Umdenken in der Gesellschaft hin zu regionalen Lebensmitteln gelte es beizubehalten, so Köstinger. Das Verhältnis zwischen den wenigen großen Handelsketten und den 120.000 Bauern in Österreich bezeichnete Köstinger als "David und Goliath". 

Am Freitag wird ein großer Fokus auf der Fleckviehzucht liegen. Laut Messedirektor Helmut Slezak haben sich Gäste und Kunden aus Deutschland, Frankreich, Italien, Irland, Niederlande, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ukraine, Ungarn, Guatemala und Kolumbien angesagt. 

Die OÖNachrichten sind mit einem eigenen Stand in der Messehalle 15 vertreten: Bei einem Gewinnspiel gibt es unter anderem die Chance auf einen großen LG Smart-TV und einen Edelstahl-Gasgriller. 

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