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Oberösterreich

Blackout-Vorsorge: Photovoltaikanlagen für 100 Polizeidienststellen

21. Juli 2021 00:04 Uhr

Blackout-Vorsorge: Photovoltaikanlagen für 100 Polizeidienststellen
Besuch im Netzführungszentrum der Netz Oberösterreich

LINZ. Anlagen sollen Strom erzeugen und mittels Akku auch speichern können – langfristiges Ziel ist Ausstattung von 1000 Dienststellen.

Oberösterreichs FPÖ hatte sich in den vergangenen Wochen stark um das Thema Blackout-Vorsorge angenommen, gestern widmete sich die ÖVP der Thematik Die Blackout-Vorsorge müsse in Zusammenspiel zwischen Ländern, Energieversorgern und Bund erfolgen, sagte Innenminister Karl Nehammer (VP) bei einem Pressetermin in Linz.

Blackout Prävention

Innenminister Karl Nehammer, Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner und Umweltstaatssekretär Magnus Brunner präsentieren den Blackout-Präventionsplan in Linz.

Auch die Polizeidienststellen sollen daher künftig energieautark werden: Geplant sei, zunächst bis zu 100 Polizeidienststellen in ganz Österreich mit Photovoltaikanlagen zu versehen. Nehammer führte in diesem Zusammenhang etwa Dienststellen wie z. B. Landespolizeidirektionen oder auch Landeskriminalämter und Diensthunde-Inspektionen an. Langfristig sei diese für insgesamt 1000 Polizeiwachen gedacht. Dieser Ausbau werde aber sicher "mehrere Jahre" in Anspruch nehmen. Diese sollen zum einen der Gewinnung von Strom dienen und zum anderen diesen auch mittels speziellen Akkus speichern können. Das neue Einsatztrainingszentrum in Sattledt werde bereits mit einer derartigen Anlage ausgestattet.

Derzeit laufe auch eine Kooperation mit dem Bundesheer, sagte Nehammer, damit die Betankung der Polizei-Einsatzfahrzeuge sichergestellt sei. Man verfüge auch über Notstromaggregate, aber das sei "alte Technologie" und man müsse sich für die Zukunft rüsten.

Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (VP) wies auf die Gefahr eines Blackouts für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich hin: Dieser hätte im Ernstfall "fatale Auswirkungen": Der volkswirtschaftliche Schaden eines Stromausfalls würde in Österreich pro Tag zwischen 1,2 und 1,5 Milliarden Euro betragen, auf Oberösterreich würden davon 240 bis 300 Millionen Euro entfallen.

Für Staatssekretär Magnus Brunner (VP) stand im Zusammenhang mit der Blackout-Vorsorge das Erreichen der Klimaziele im Vordergrund, die Versorgungssicherheit müsse aber trotzdem garantiert werden. (nieg)

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