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„Meine Weine sind Kunstwerke“

Eine Symbiose aus Boden, Klima und Persönlichkeit des Winzers, dass soll Wein sein.

Kurt Feiler und der typische Ruster Ausbruch Bild: Weingut Feiler-Artinger

Unter diesem Motto wird im altehrwürdigen Winzerhaus Feiler-Artinger in Rust seit langer Zeit eine Trilogie des Weines produziert. Trockene Weißweine, elegante Rotweine und Süßweine der Extraklasse macht das runde Angebot des Hauses aus. Die Weingärten leben „Natur pur“ ohne jeden Einsatz von chemischen Spritzmitteln. Bei Kurt Feiler wird ausschließlich nach bio-dynamischen Grundsätzen gearbeitet. Grundsätzlich geht es darum, den Boden und die Rebstöcke mit speziellen Präparaten wie Kamillentee (kühlt die Beeren), Brennesseltee (fördert das Wachstum) und weitere natürlichen Mitteln wie Hornmist und Hornkiesel zu stärken.

Am Ende der Vegetation ergibt das ein gesundes, reifes Traubenmaterial, welches im Keller schonend und ohne jegliche kellertechnische Tricks verarbeitet wird. Die Weine werden in Vinotheken, gut bestückten Restaurants und wie zuletzt auch am Wiener Opernball den Gästen und Kunden gereicht. Bei den Weißweinen sind es in erster Linie die Burgundersorten wie Chardonnay und Pinot Blanc, bei den roten Sorten glänzt das Haus mit dem Flaggschiffwein Solitaire (eine Cuvée mit Blaufränkisch, Cabernet und Merlot).

Wie es sich für einen Ruster Top Winzer gehört, gibt es seit ewigen Zeiten aus dem Haus auch den typischen „Ruster Ausbruch“. Im Spätherbst entsteht durch Feuchtigkeit und Wärme der dafür notwendige Schimmelpilz Botrytis Cinerea. Dieser durchdringt die Beerenhaut und in der Folge verdunstet bei warmen Wind das Wasser im Traubensaft und die Beeren schrumpfen ein. Dadurch konzentrieren sich die restlichen Inhaltstoffe wie Zucker und Säure und die Basis für das flüssige Ruster Gold, dem Ausbruch ist geschaffen. Eine Weinspezialität, die sogar im Österreichischen Weingesetz eine eigene Kategorie ist.  

Zu guter Letzt ist die Familie Feiler nicht ganz unschuldig am Entstehen der TV Serie „Der Winzerkönig“. Hat es doch den Senior, Hans Feiler ziemlich irritiert, dass weltweit Serien mit Winzern und Weinbaugebieten produziert wurden, nur eben bei uns nicht. Mit der Idee des Winzerkönigs klopfte er bei den Verantwortlichen des Staatssenders an, fand Gehör und der Winzerkönig war geboren. 

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Artikel Hans Stoll 08. Januar 2018 - 07:59 Uhr
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