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Wirtschaft

Überraschend schnelle Einigung bei Metallern: 1,45 Prozent mehr Lohn

Von nachrichten.at/apa   24. September 2020 12:20 Uhr

Am Donnerstagvormittag hatte die Herbstlohnrunde mit den Metallern begonnen.

WIEN. Gewerkschaft und Arbeitgeber haben sich überraschend bereits in der ersten Verhandlungsrunde auf einen neuen Kollektivvertrag für die 130.000 Beschäftigen in der Metalltechnischen Industrie geeinigt.

Die Coronakrise führte zu einem schnellen Abschluss. Die Ist- und KV-Löhne sowie -Gehälter steigen ab November um 1,45 Prozent. Außerdem gibt es eine Empfehlung an die Betriebe, eine Coronaprämie von 150 Euro auszuschütten

Die Einigung erfolgte am ersten Tag der Kollektivvertragsverhandlungen. Vor den Verhandlungen wollten die Arbeitgeber eigentlich die KV-Verhandlungen auf 2021 verschieben. "Bei dieser Lohnrunde ist sehr viel anders", sagte der gewerkschaftlichen Chefverhandler, Rainer Wimmer (PRO-GE), am Donnerstagmittag vor Journalisten in Wien. Man habe in dieser Situation "große Verantwortung" übernommen.

  • Video: Metaller verhandelten im Schatten von Corona:

Arbeitgeber mit Abschluss zufrieden

Die Arbeitgeber sind mit dem coronabedingt historisch schnellen Abschluss bei den Metaller-KV-Verhandlungen in der ersten Runde zufrieden. "Es war sehr wichtig, einen sehr raschen Abschluss zu erreichen", sagte der Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie (FMTI), Christian Knill.

Man habe nicht eine große Unruhe durch lange Kollektivvertragsverhandlungen in die Unternehmen bringen wollen, so Knill. Mit der Erhöhung der Ist- und KV-Löhne sowie -Gehälter ab November um 1,45 Prozent wird die Inflationsrate aus den vergangenen 12 Monaten exakt abgegolten. Auch die Lehrlingsentschädigungen und fast alle Zulagen werden um diesen Prozentsatz erhöht.

Für Betriebe, denen es wirtschaftlich besser geht, empfiehlt der Fachverband eine steuerbefreite Coronaprämie von bis zu 150 Euro. Die Lohn- und Gehaltserhöhung und die Prämie ist "eine Anerkennung für unsere Mitarbeiter", sagte Arbeitgebervertreter Knill. "Gerade in schwierigen Zeiten muss man zusammenstehen." Der schnelle Abschluss würde den Unternehmen "Planungssicherheit und Ruhe" bringen. Die Metalltechnische Industrie erwartet aufgrund der Coronakrise heuer einen Umsatzeinbruch von rund 20 Prozent.

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