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Die letzte Wegstrecke zu den Olympischen Spielen wird eine Rätselrallye

14. April 2021 00:04 Uhr

Die letzte Wegstrecke zu den Spielen wird eine Rätselrallye
Heute steht der Hunderter auf der Uhr.

TOKIO. 100 Tage vor der Eröffnung in Tokio sind noch viele Fragen offen. Viele Japaner wollen nicht mit dem Feuer spielen.

Der Countdown für die um ein Jahr verschobenen Olympischen Sommerspiele in Tokio erreicht heute den Hunderter. Vor der Eröffnung des Großereignisses am 23. Juli stehen zahlreiche Fragezeichen im Raum. Die letzte Wegstrecke zum Start der Spiele ist für Aktive, Offizielle und Zuschauer eine Art Rätselrallye. Nur eines scheint klar: Eine Absage beziehungsweise eine neuerliche Verschiebung wird es nicht geben, obwohl sich zuletzt die Mehrheit der japanischen Bevölkerung in einer Umfrage gegen das Spiel mit dem Feuer ausgesprochen hat. Nur 24 Prozent der Befragten haben sich für die Durchführung, wie sie die lokalen Organisatoren und das Internationale Olympische Comité unbedingt durchziehen wollen, ausgesprochen.

Was den Olympia-Tourismus betrifft, ist bereits Anfang März eine wichtige Entscheidung gefallen: Besucher aus dem Ausland sind aufgrund der Corona-Vorsichtsmaßnahmen nicht zugelassen. Ursprünglich hat man für die Sommerspiele und die Paralympics (ab 23. August) mit bis zu einer Million internationaler Gäste gerechnet. Wie viele japanische Fans in den Olympia-Stadien dabei sein werden, ist noch ungewiss. Aktuell beschäftigen steigende Infektionszahlen die Gesundheitsbehörden in Japan. Für Sportler, Betreuer und Offizielle, die in Tokio dabei sein werden, gelten sehr strenge Spielregeln. Regelmäßige Testungen und ein extrem eingeschränkter Bewegungsradius sind verpflichtend, eine Impfung gegen Corona wird aber nicht vorgeschrieben sein. Trotzdem haben in zahlreichen Ländern – wie zum Beispiel in China – die Olympia-Sportler bereits ihre Dosis erhalten. Sie haben damit einen nicht zu unterschätzenden Wettbewerbsvorteil gegenüber Sportlern aus Nationen, die beim Impfen Olympia nicht berücksichtigt haben – wie zum Beispiel Österreich.

Nicht wenige Olympia-Kandidaten hängen derzeit außerdem in der Luft, da einige Verbände ihre Qualifikationswettbewerbe noch nicht rechtzeitig ins Ziel gebracht haben. Jetzt läuft ihnen die Zeit davon. "Verjährte" Ergebnisse als Qualifikationsnormen herzunehmen, entspricht wohl nicht gerade dem Fair-Play.

Den Status quo des österreichischen Teams wird das ÖOC heute in einer Pressekonferenz bekannt geben (11 Uhr, ORF Sport +). Die rot-weiß-rote Olympia-Mannschaft dürfte rund 70 Aktive umfassen. Die Latte wird in Tokio nach null Medaillen in London 2012 und einer einzigen (Bronze-)Medaille in Rio 2016 nicht besonders hoch liegen. (chz)

Lesen Sie zu diesem Thema auch Pro & Contra auf Seite 13

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