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SV Ried

"Ich glaube, Marco Grüll will im Winter den nächsten Schritt machen"

Von Thomas Streif  14. Oktober 2020 00:04 Uhr

Marco Grüll
Rieds Marco Grüll Ende September im Zweikampf mit Salzburgs Jerome Onguene

RIED. Interesse von Meister Red Bull Salzburg an Rieds Marco Grüll ist offenbar recht konkret.

Am Sonntag trifft die SV Guntamatic Ried nach der Länderspiel-Pause in der zweiten Runde des ÖFB-Cups auf den Wolfsberger AC. Nach drei Bundesliga-Niederlagen in Serie wollen die Rieder zurück in die Erfolgsspur finden. "Der Cup hat für uns einen sehr hohen Stellenwert", sagt Sportchef Gerald Baumgartner im Interview mit den Innviertler Nachrichten. Auch zum Interesse von Serienmeister Red Bull Salzburg an U21-Teamstürmer Marco Grüll bezieht Baumgartner Stellung.

OÖN: Zuletzt war vom Interesse von Red Bull Salzburg an Marco Grüll zu hören. Wie konkret ist ein Wechsel im Winter?

Baumgartner: Ja, es gibt ein konkretes Angebot von Salzburg. Ich glaube, Marco Grüll will im Winter den nächsten Schritt machen. Das muss man als Verein akzeptieren. Ein Transfer sollte für alle Seiten, also die beiden Vereine und den Spieler, eine faire Sache sein. (Baumgartner spielt damit auf eine Ablösesumme für den Transfer an, Anmerkung der Redaktion.)

Marco Grüll und Ried-Trainer Gerald Baumgartner gehen im Winter wohl getrennte Wege

Wo liegen die Schwerpunkte in der Länderspielpause?

Die erste Woche war intensiv, auch im taktischen Bereich wurde gefeilt. Außerdem standen Teambuilding-Einheiten, unter anderem mit unserem Physiotherapeuten Peter Gebhartl, und ein Mannschaftsessen im Trainingszentrum auf dem Programm. Am Wochenende hatte die Mannschaft zweieinhalb Tage frei, allerdings mit individuellen Heimprogrammen. Einige Spieler sind angeschlagen, diese wollen wir für die kommenden, wichtigen Spiele fit bekommen. In dieser Woche werden taktische Übungseinheiten und Standardsituationen zwei der Schwerpunkte sein.

Video: Trainingseinheit am Dienstag 

Welche Spieler sind angeschlagen?

Neben den Langzeitverletzten Kennedy Boateng und Ante Bajic, die jetzt Schritt für Schritt wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, sind Seth Paintsil, Marcel Canadi, Bernd Gschweidl, Samuel Sahin-Radlinger, Balakiyem Takougnadi und Constantin Reiner angeschlagen, sie fehlten auch beim Testspiel-Erfolg gegen Amstetten. Ich gehe aber davon aus, dass uns diese sechs Spieler am Sonntag zur Verfügung stehen werden.

Am Sonntag geht es im Cup gegen den Wolfsberger AC. Welchen Stellenwert hat dieser Bewerb in dieser Saison?

Dieses Spiel ist ein Duell mit einem Konkurrenten in der Bundesliga. Dementsprechend müssen und werden wir mit unserer stärksten Mannschaft antreten. Der Cup hat in Ried traditionell einen hohen Stellenwert, wir wollen trotz der schweren Auslosung in die nächste Runde einziehen.

Nach langem Hin und Her hat Mittelstürmer Sadam Sulley jetzt endlich die Spielgenehmigung erhalten. Welche Erwartungen haben Sie?

Er ist mit seiner robusten Spielart und seiner Größe ein echter Mittelstürmer mit sehr guten individuellen Qualitäten. Sulley hat im Training einen starken Eindruck hinterlassen und brennt auf den ersten Pflichtspieleinsatz. Ich glaube, er ist ein Spielertyp, der uns in der Mannschaft noch gefehlt hat.

Das Transferfenster ist seit 5. Oktober geschlossen. Vertragslose Spieler können aber nach wie vor verpflichtet werden. Sie haben vor einigen Wochen den Wunsch nach einem weiteren Defensivspieler geäußert. Ist dieser Wunsch aufrecht?

Das liegt nicht in meiner Hand, sondern in der des Vorstandes. Ich kann nur sagen, dass wir den Langzeitverletzten Kennedy Boateng sehr, sehr dringend benötigen. Auch Constantin Reiner hatte zuletzt Probleme mit der Achillessehne und musste pausieren. Mein Wunsch nach einem weiteren Innenverteidiger ist bekannt. Ich konzentriere mich aber auf die Spieler, die uns zur Verfügung stehen, und hoffe, dass wir vor allem in der Innenverteidigung verletzungsfrei bleiben, sonst könnte die Personaldecke im Defensivbereich sehr dünn werden.

Der Ex-Rieder Patrick Möschl trainiert seit mehr als zwei Monaten mit, untergekommen ist er während der Transferphase bei keinem Verein. Wird er in Ried einen Vertrag erhalten?

Hier liegt die Letztentscheidung beim Vorstand. Ich würde es mir wünschen. Er ist menschlich schwer in Ordnung, würde gut in die Mannschaft passen und könnte uns mit seiner Qualität und Geschwindigkeit am Platz mit Sicherheit weiterhelfen. Ich hoffe, dass es klappt.

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Artikel von

Thomas Streif

Lokalredakteur Innviertel

Thomas Streif
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