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Steyr

Zweiter Anlauf für den Turm am Tabor

Von Gerald Winterleitner 21. Oktober 2019 00:04 Uhr

Zweiter Anlauf für den Turm am Tabor
Der Wohnturm wurde in seiner Höhe deutlich reduziert, der flache Komplex wurde aufgeteilt.

STEYR. Günther Mayr und Hans-Peter Jilek präsentieren dem Gestaltungsbeirat am Dienstag eine neue Variante: Das Hochhaus misst nur noch 75 Meter, der Wohnriegel ist klar strukturiert.

236 Wohneinheiten in einem drei- bis viergeschossigen Längsbau sowie ein an die 100 Meter hoher Hochhausturm auf dem ehemaligen Brown-Boveri-Areal neben der Stadthalle Steyr und dem Einkaufszentrum "Hey" – mit diesem Erstentwurf waren Architekt Günther Mayr und Hans-Peter Jilek, die beiden Geschäftsführer von "Inhabito", im Juli im Steyrer Gestaltungsbeirat nicht auf ungeteilte Zustimmung gestoßen. Nun haben sie für das mehr als 12.000 Quadratmeter große Grundstück am Tabor gemeinsam mit einem Linzer Raumplaner eine neue Variante ausgearbeitet: "Wir haben die Höhe des Turms auf 75 Meter reduziert und den langgestreckten Wohnkomplex in vier strukturierte Blöcke, die in Nord-Süd-Richtung zusätzlich durch einen acht Meter breiten Laubengang getrennt sind, aufgeteilt", sagt Mayr.

Park als grüne Oase

Die Anzahl der Miet- und Eigentumswohnungen habe sich auf rund 180 verringert, mit dem Ziel ein generationenübergreifendes Wohnen zu ermöglichen. Zusätzlich gebe es Flächen für Büros und Kleinstgewerbe sowie eine Ebene mit Tiefgarage und Kellerabteilen. "Unser Plan sieht weiterhin nicht vor, das Grundstück, wie häufig üblich, komplett zu verbauen", sagt Mayr, "sondern wir wollen rund 5700 Quadratmeter unversiegelt lassen und der öffentlichen Hand als grüne Oase am Tabor übertragen."

Laut Expertise des Raumplaners sei dieses Projekt mit dem schlanken, deutlich niedrigeren Turm "zur Erzeugung eines urbanen Quartiermittelpunktes" am Tabor geeignet. Zudem würde der Park mit Bäumen und Wegen eine öffentliche Achse vom Taborlift bis zum Stadtteilzentrum schaffen.

"Wir haben versucht, die Empfehlungen und Ideen des Gestaltungsbeirates, die durchaus angebracht waren, in unser Konzept einfließen zu lassen", sagt Mayr, "ich denke, das ist uns gelungen." Vor allem aber wolle er nicht ein doppelt so breites, dafür niedrigeres Hochhaus errichten: "Das würde dann wie eine Barriere am Tabor stehen."

Mayr und Jilek wissen, dass ihr Projekt weiterhin Stoff für Diskussionen bieten werde, sie sehen es aber "als eine Chance für Steyr und den Tabor." Geplant sei auch, Bürgerinformationen für Anrainer abzuhalten. Wunschtermin für den Baustart ist Herbst 2020, geplante Bauzeit sind zwei Jahre.

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