Lade Inhalte...

Steyr

Genusswandern: Vom Gleinkersee zur Dümlerhütte

Von OÖN   24. Juli 2019 00:04 Uhr

Genusswandern: Vom Gleinkersee zur Dümlerhütte
Die wunderschöne Tour beansprucht rund vier bis fünf Stunden.

WINDISCHGARSTEN. Nicht nur die herrliche Landschaft, auch die Geschichte macht diese Rundtour zu einem Erlebnis. Wasser ist bestimmendes Element

Es gibt einige gute Gründe, wieder einmal eine Tour hinauf zur Dümlerhütte zu machen: etwa einen Besuch bei den Wirtsleuten Roswitha und Harry Höll auf der generalsanierten Hütte, oder die schöne Lage auf der Stofferalm und Gipfeltouren für jeden Anspruch.

Wir haben die Gipfel dieses Mal allerdings links liegen lassen und in einer Runde die interessantesten Plätze zwischen Roßleithen und Gleinkersee erkundet. Für den Anstieg haben wir den Präwald-Weg gewählt, der direkt ab dem Parkplatz beschildert ist. Vorbei am Gasthaus Tommerl führt dieser zuerst noch über Wiesen, dann bald steiler durch Wald hinauf bis zur Tommerlalm und weiter zur Hütte. Gern lässt man sich auf der großen Ausblicksterrasse oder, wenn es kühler ist, in der heimeligen Stube nieder, um die Energiespeicher wieder aufzufüllen.

32 Meter tiefer Quelltopf

Für den Abstieg geht es wieder hinab bis zur Tommerlalm und dann den Wegweisern folgend über die Roßleithenreith zur größten Karstquelle Oberösterreichs, dem Pießlingursprung. Unentwegt sprudelt das durch Schächte, Ritzen und Höhlen nach unten drängende Nass des Warscheneckmassivs – bis zu 2000 Liter pro Sekunde – aus dem 32 Meter tiefen Quelltopf.

Am Ufer der rauschenden Pießling entstanden Mühlen wie die am Weiterweg liegende Stummermühle und Hammerwerke wie das Sensenwerk Schröckenfuchs, an dem der Weg kurz vor Roßleithen vorbeiführt. Unentwegt ergießt sich Wasser aus dem Abflussgerinne vor dem Werksgebäude, ein einmaliges Schauspiel.

Größte Sense der Welt

An der mit 71 Kilo und 545 Zentimetern größten Sense der Welt vorbei erreicht man das Gasthaus zum Sengsschmied. Kurz darauf, bei der Einmündung in die Landesstraße, findet man eine Tafel mit der Abzweigung zum "Grünen Sensenthemenweg", dem wir zurück zum Gleinkersee folgen wollen.

Schön angelegt und immer wieder von interessanten Infotafeln begleitet, führt dieser durch Wald und Wiesen zurück zum Gleinkersee. Im Sommer wird ein erfrischendes Bad ein perfekter Abschluss dieser Tour sein, im Frühjahr und Herbst vielleicht noch eine Spazierrunde um den See.

Sie lasen einen Auszug aus dem Buch "Genusswandern in Oberösterreich. Die schönsten Wege zu den besten Einkehrstationen" von Sabine Neuweg und Alois Peham, erschienen in der OÖN-Edition im Trauner-Verlag, 168 Seiten, 14,90 Euro

 

Infos zur Tour

Ausgangspunkt: Der große Parkplatz unterhalb von Campingplatz und GH Seebauer.

Charakteristik: Bestens markierte und beschilderte Wege. Der Anstieg Präwald im unteren Teil mit einigen steileren Passagen, unangenehm bei Nässe. Der Weg hinab nach Roßleithen und der grüne Sensenthemenweg sind schön angelegt und kurzweilig.

Varianten: Für den Anstieg ist auch der markierte Weg durch den Seegraben zu empfehlen. Dazu folgt man den Schildern am Westufer, wo gegen Ende der Weg abzweigt. An der Zickalm vorbei vereinen sich die Wege kurz vor der Hütte.

Einkehr: Dümlerhütte, die von Roswitha und Harry Höll bewirtschaftet wird, GH Sengsschmied, GH Tommerl und der Seebauer am Gleinkersee.

Interessieren Sie sich für diesen Ort?

Fügen Sie Orte zu Ihrer Merkliste hinzu und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr aus Steyr

0  Kommentare expand_more 0  Kommentare expand_less