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Linz

Note "Nicht genügend" für die Linzer Finanzen

08. November 2021 00:04 Uhr

Tina Blöchl ist neue SP-Vizebürgermeisterin in Linz.

LINZ. Die Corona-Pandemie hat Linz im Jahr 2020 Mehrkosten von 50 Millionen Euro beschert, 2021 werden die Belastungen rund 25 Millionen Euro ausmachen, weiß die neue SP-Finanzreferentin Tina Blöchl, die dennoch davon spricht, ab 2025 wieder Schulden abzubauen.

Zudem erklärt sie, dass beim nun zu erstellenden Doppelbudget für die Jahre 2022/23 "ein stringenter Konsolidierungskurs" eingeschlagen werden soll, ohne auf notwendige Investitionen (etwa in Digitalisierung oder Klimaschutz) zu verzichten.

Minus von 1,3 Milliarden Euro

Das wird eine Mammutaufgabe, schließlich liegen die Schulden der Stadt (inklusive Unternehmen) bei rund 1,3 Milliarden Euro. Dementsprechend schlecht fällt der Quicktest des KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung aus, bei dem Linz für das Jahr 2019 die Gesamtnote 4,51 mit 20 von 100 Punkten bekommt. Das entspricht in Schulnoten einem zwar knappen, aber dennoch einem "Nicht genügend". Konkret werden beim Quicktest fünf Kategorien erfasst: die öffentliche Sparquote, die Eigenfinanzierungsquote, die Quote freier Finanzspitze (Kennzahl zur finanziellen Leistungsfähigkeit), die Verschuldungsdauer und die Schuldendienstquote – Letztere zeigt, welcher Teil der Abgaben (= Einnahmen aus eigenen Steuern, Ertragsanteilen und Gebühren) für den Schuldendienst aufzuwenden ist; je geringer die Schuldendienstquote, desto größer der finanzielle Spielraum.

Wobei Linz beim Schuldendienst mit neun von zwölf Punkten und der Eigenfinanzierungsquote am besten abschneidet. Beim finanziellen Spielraum für neue Projekte hat Linz hingegen nur null von 25 Punkten, die Verschuldungsdauer liegt bei 51,9 Jahren.

Zum Vergleich: Leonding schnitt beim KDZ-Quicktest mit der Note 2,21 wesentlich besser ab, auch Wels (2,51) und Traun (2,91) liegen noch weit vor Linz.

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