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Linz

Mehrheit stimmt für 109-Meter-Turm

Von nachrichten.at   21. Januar 2021 16:24 Uhr

Die Bodner Gruppe investiert 190 Millionen Euro in das Projekt in der Tabakfabrik.

LINZ. Wenig überraschend gab es für das kritisierte „Quadrill“-Projekt in der Tabakfabrik in der heutigen Gemeinderatssitzung grünes Licht - SPÖ, FPÖ und ÖVP stimmten dafür.

Das neue höchste Linzer Hochhaus polarisiert schon lange vor seinem Baustart: Denn gerade die Höhe von 109 Metern ist es, die den Kritikern sauer aufstößt.  Knapp zwei Jahre hat das Flächenwidmungs- und Bebauungsplanverfahren für das „Quadrill“-Projekt mit dem Turm als Herzstück des vierteiligen Gebäudeensembles gedauert. Auf dem Areal an der Ecke Gruberstraße und Donaulände soll wie berichtet eine Mischung aus Büro-, Handels- und Gastronomieflächen und Wohnungen realisiert werden. 

Im zuständigen Ausschuss gab es bereits vergangene Woche mit SPÖ, ÖVP und FPÖ eine breite Mehrheit für die Pläne und damit für den Abschluss des Verfahrens. Wie erwartet gab es auch in der heutigen Gemeinderatssitzung grünes Licht von den drei Parteien für das Projekt.

Allen voran die Grünen kritisieren diese Entscheidung heftig, auch deshalb weil der Turm in der Planungsphase immer weiter gewachsen ist. War ursprünglich von 81 Metern die Rede, sind es mittlerweile die berüchtigten 109 Meter.  „Der Bau ist viel zu hoch und stellt einen massiven Eingriff in das umliegende Stadtgefüge sowie für die Anrainer dar, die künftig mit steigender Verkehrs- und Lärmbelastung rechnen müssen“, sagt Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne). Inakzeptabel sei auch, dass der Investor nun rund 30 Meter höher bauen darf, der Baurechtszins in Höhe von 4,1 Millionen Euro aber gleich bleibe: „Der Investor bekommt so die zusätzliche Fläche quasi geschenkt. Das kann es nicht sein.“

Solidaritätsfonds wird verlängert

Für deutlich weniger Diskussionsstoff sorgte hingegen der freiheitliche Gemeinderatsantrag für die Verlängerung des Linzer Solidaritätsfonds. Dieser war heute praktisch nur mehr Formsache, Bürgermeister Klaus Luger (SP) hatte bereits vorab angekündigt, dass der Fonds verlängert wird, sobald die Richtlinien überarbeitet worden sind. Denn von der veranschlagten 1 Million Euro wurden bisher nur 3000 Euro ausbezahlt - als Gründe dafür werden mitunter bürokratische Hürden angeführt. Die Stadt hat zur Überarbeitung der Richtlinien nun eine Arbeitsgruppe eingesetzt.

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