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Linz

"In Graz ist es eindeutig besser"

31. Juli 2020 00:04 Uhr

Radfahrer, Nibelungenbrücke, Fahrradstreifen

LINZ/GRAZ. Der Student Christoph Ruml vergleicht Radfahren in Graz und in Linz.

In Zeiten des Klimawandels ist Radfahren ein guter Beitrag zum Umweltschutz. In welcher Landeshauptstadt kann man besser Rad fahren? In Linz oder Graz? Wir haben einen Alltagsradfahrer befragt: Christoph Ruml, Absolvent des Linzer Khevenhüller-Gymnasiums. Seit 2019 lebt Ruml in Graz, er studiert dort Physik.

"In Graz ist es eindeutig besser"
Christoph Ruml

OÖNachrichten: Wo kommt man mit dem Rad besser voran, in Linz oder in Graz? Welche Stadt hat die besseren Radwege?

Christoph Ruml: In Graz ist es eindeutig besser. Dort gibt es mehr Radwege als in Linz, auch in der Innenstadt. Hätte Linz so gute Radwege wie Graz, dann müsste es zum Beispiel in der Linzer Mozartstraße einen Radweg geben. Ich komme in Graz mit dem Rad sehr gut zur Uni.

In Graz ist der Radfahreranteil mehr als doppelt so hoch wie in Linz, das Verhältnis ist 20 zu sieben Prozent. Wie schaut es aber beim öffentlichen Verkehr in Graz aus?

Graz hat ein großes, weit verzweigtes Straßenbahnnetz und zahlreiche Buslinien. Wo allerdings in Graz die Straßenbahn fährt, dort gibt es nach meiner Erfahrung keine Radwege.

Sind nur die Grazer emsige Radfahrer, oder nutzen auch Pendler das Rad?

Ich habe den Eindruck, dass auch für Pendler im Großraum das Fahrrad eine gute Alternative zum Auto ist. Verwandte von mir wohnen zum Beispiel in der Gemeinde Raaba südlich von Graz. Die fahren von dort mit dem Rad zur Arbeit in der Grazer Innenstadt.

Wie beurteilen Sie das Radfahren in Linz?

Wenn man weiß, wo man fahren kann, dann ist es gut. Tückisch ist, dass in Linz Radwege teilweise abrupt enden, zum Beispiel bei der Kreuzung Gruberstraße / Lederergasse oder am Ende der Nibelungenbrücke beim Ars Electronica Center. Und mit dem Rad durch die Fuzo in der Landstraße zu fahren, das ist unangenehm. Sowohl Radler als auch Fußgeher kommen da in Gefahr. Und Radfahrer werden durch die Pflastersteine durchgerüttelt.

Wie beurteilen Sie jetzt im Sommer die Radfahrsituation in Linz?

Die Eisenbahnbrücke fehlt. Wenn man jetzt aus dem Osten von Linz, zum Beispiel vom Pleschingersee, kommt und zur Nibelungenbrücke fährt, dann gab es bis vor kurzem kaum Hinweise, wie man auf die Nibelungenbrücke kommt. Und Radfahren auf der Nibelungenbrücke ist einfach gefährlich.

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