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Innviertel

"Tierhasser": Katzen im ASZ Andorf ausgesetzt

Von nachrichten.at/(vabe)   05. Oktober 2022 10:36 Uhr

Katzen im ASZ Andorf ausgesetzt
Eine ASZ-Mitarbeiterin nahm die zwei armen Katzen auf.

ANDORF. In einer Schachtel wurden kürzlich zwei Katzenbabys im Altstoffsammelzentrum (ASZ) Andorf abgestellt. Mitarbeiterinnen fingen die Tiere ein.

Zu einer dreisten Aktion kam es am vergangenen Wochenende in Andorf. Zwei Katzenbabys wurden einfach in einer Schachtel in das örtliche ASZ gebracht und dort ausgesetzt. "Ich war gerade am Containerplatz beschäftigt, als ich plötzlich eine kleine Katze zwischen den Paletten und Papiertonnen laufen sah", erzählt ASZ-Leiterin Maria Huber im OÖN-Gespräch. Kurze Zeit später entdeckte sie auch das zweite Kätzchen. Gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen gelang es Huber die Tiere einzufangen. "Das war gar nicht so einfach, die Kätzchen waren natürlich sehr verschreckt", sagt Huber, die für die Verantwortlichen kein Verständnis zeigt. "Das muss wirklich ein Tierhasser gewesen sein. Mit so einer Aktion gehe ich ja bewusst das Risiko ein, dass die Katzen sterben."

Neues Zuhause gefunden

Glücklicherweise entdeckte Huber die Kätzchen, die sie anschließend zu einem Tierarzt brachte. Dieser konnte bestätigen, dass die Tiere stubenrein sind und somit auch wirklich ausgesetzt wurden. Nach einer gründlichen ärztlichen Untersuchung der Katzen nahm eine ASZ-Mitarbeiterin die Tiere bei sich zuhause auf. Inzwischen haben die Babys mehr als ein halbes Kilogramm zugenommen. "Bei uns kann man wirklich fast alles abgeben, aber keine lebenden Katzen", stellt der Bezirksabfallverband Schärding klar.

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