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Tausende Schüler protestierten: Schülervertreter zufrieden

LINZ. Zufrieden zeigen sich Schülervertreter nach den landesweiten Schülerprotesten. „Wir werden sicher nicht aufhören zu kämpfen", kündigte die Aktion Kritischer Schüler Linz weitere Maßnahmen an.

Bild: Weihbold

"Ein voller Erfolg"- so bezeichnete die AKS Linz die Demonstration für mehr Schülerrechte und schulautonome Tage. „Nach der erfolgreichen Schülerdemonstration im Linzer Schillerpark geben wir uns natürlich nicht zufrieden. Wir werden weitere Maßnahmen setzen, um uns die schulautonomen Tage zurückzuholen“, gab Vorsitzende Vanessa Gaigg in einer Aussendung bekannt.

Kritik an Schmied

Für AKS-Bundesvorsitzender Klaus Baumgartner hat die rege Teilnahme an den bundesweiten Protestaktionen alle Erwartungen übertroffen. Über 60.000 Schüler aus allen Bundesländern hätten sich aktiv für die Verbesserung des Schulsystems eingesetzt. Dieses sei “überholt und marode“, die von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) begonnenen Reformen dürften „keinesfalls rückgängig gemacht werden“. „Wir wollen gute, qualitätsvolle Bildung für alle - deshalb her mit der Ganztags- und Gesamtschule“. Finanzminister Josef Pröll (V) wird aufgefordert, genügend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen.

Schülerunion: „Schmied hat Schmerzgrenze überschritten"

Die VP-Schülerunion sieht sich durch die rege Teilnahme an der Demonstration gestärkt. „Wir sind einfach zu laut und zu viele, um nicht gehört zu werden“, so Bundesschulsprecher Nico Marchetti. Laut Schülerunion-Bundessprecher Matthias Hansy zeigte diese „stärkste Protestbewegung seit Jahren innerhalb der Schülerschaft“, dass Schmied mit der Streichung der schulautonomen Tage eine Schmerzgrenze überschritten habe. Zwei der schulautonomen Tage habe Marchetti bereits zurückgewonnen, „heute holen wir uns den Rest!“ so Hansy. Außerdem will die Schülerunion mehr Mitbestimmungsrecht.

Der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreichs (SJÖ), Wolfgang Moitzi, forderte eine Aufstockung des Bildungsbudgets „um mindestens eine Milliarde pro Jahr“. Der Finanzminister stelle „ganz bewusst zu wenig Geld für das Bildungssystem zur Verfügung, da er mit den Blockierern der schwarzen Gewerkschaft in Wahrheit alle fortschrittlichen Bildungsreformen im Keim ersticken“ wolle.

Vertreter der Bundesjugendvertretung (BJV) forderten alle Beteiligten auf, die Bildungsdebatte weiterzuführen. „Stunden- und Tagezählen“ würde weder dem Bildungsbudget noch den Schülern etwas bringen. Vielmehr sei ein gerechtes Schulsystem nötig, das allen jungen Menschen die gleichen Chancen biete. Konkrete forderten die Jugendvertreter bessere individuelle Förderung, mehr ganztägige Schulen, integrative Maßnahmen und alternative Unterrichtsformen.
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Artikel apa/nachrichten.at 24. April 2009 - 14:22 Uhr
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