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Klimakonferenz: Positives Beispiel Oberösterreich

LINZ. Landesrat Anschober zeigt in Bonn "Best-practice"-Modelle

Klimakonferenz: Positives Beispiel Oberösterreich

Schwere Unwetter sind auch in Österreich keine Seltenheit mehr. Bild: APA

25.000 Teilnehmer sind aktuell bei der Weltklimakonferenz in Bonn, um den Klimawandel und seine Folgen zu diskutieren. Präsentiert werden neue Studien (siehe unten), Best-practice-Modelle und Wege um voneinander zu lernen.

Ein Diskussionspunkt ist das Thema Klimawandel als Fluchtursache. Allein im Jahr 2016 mussten 23,5 Millionen Menschen deshalb ihre Heimat verlassen, so der jüngste Bericht der Hilfsorganisation Oxfam. "Die beste Bekämpfung von Fluchtursachen: dafür einsetzen, dass Menschen in ihrer Heimat überleben können", sagt Landesrat Rudi Anschober (Grüne), der die Klimaschutz-Region Oberösterreich in Bonn vertritt. Das Bundesland ist Teil der "Climate Group". Diese besteht aus Modellregionen, die zeigen, wie Klimaschutz funktionieren kann.

"Einzigartiges Klimabündnis"

"Wir haben mittlerweile 45.000 Ökojobs und mit dem Klimabündnis ein weltweit einzigartiges Netzwerk aus 300 Gemeinden, 600 Betrieben und 193 Schulen geschaffen", sagt Anschober.

Weniger positiv sei das Engagement auf Bundesebene. Österreich ist Klimaschutz-Schlusslicht geworden, sagt der Umwelt-Landesrat: "Es ist kein Thema mehr. Was grotesk ist, denn die Folgen der Klimaveränderung sind deutlich spürbar." Deshalb brauche es eine bundesweite Klima- und Energiestrategie.

Dass diese ganz oben auf der Prioritätenliste einer ÖVP/FPÖ-Regierung steht, bezweifelt Anschober: "Das wäre eine Koalition der Bisher-Untätigen und der Klimawandel-Leugner." Handeln müsse Österreich aber, da man sich in Paris verpflichtet hat, den CO2-Ausstoß zu reduzieren: "Es gibt den Druck zu handeln, meine Hoffnung ist Europa." (eiba)

 

Alarmierende Studien

Emissions Gap Report: Jedes Land hat sich Maßnahmen zur Treibgas-Reduktion verordnet. Um die Erderwärmung aber tatsächlich auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, müssten über diese Maßnahmen hinausgehend 30 Prozent eingespart werden.

Natural Gas and Climate Change: Um die Klimaziele zu erreichen, muss Europa in den nächsten 20 Jahren fast komplett aus fossilen Brennstoffen aussteigen - auch aus Erdgas.

Studie der Universität für Bodenkultur: Eine Temperaturerhöhung von zwei Grad im globalen Schnitt, würde sich in Österreich mit plus 4,5 bis 6,6 Grad Celsius auswirken. Hitzetage und Tropennächte würden sich verzehnfachen.

 

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Artikel 11. November 2017 - 00:04 Uhr
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