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Kulinar(r)isch

Kulinarische Edelsteine

Von Erich Lukas   17. September 2018 21:19 Uhr

Sie sind die schönsten unter den Hülsenfrüchten, die Käferbohnen mit ihren feuerroten Blüten.

Im Juli geht es mit der Ernte los. Dabei sichert man sich erst einmal einen Teil der noch jungen, grünen Käferbohnenhülsen und isst sie wie gedünstete Fisolen im Ganzen.

Im Spätherbst kommt die Haupternte, bei der man aus den vertrockneten Schoten die dicken, reifen Bohnen herausschält. Wie Gartenbohnen dürfen Käferbohnen nicht roh gegessen werden, weil sie das giftige Protein Phasin enthalten, das beim Kochen jedoch zerstört wird. Frische Käferbohnen kann man, nachdem man sie zwei Wochen getrocknet hat, in luftdurchlässigen Säcken kühl mindestens zwei Jahre lagern. Die meisten Käferbohnen kommen aus der Südoststeiermark, vor allem aus dem Vulkanland. Typisch steirische Sorten sind Bonela und Melange. Der Geschmack der Käferbohne ist feincremig und nussig. Getrocknete Käferbohnen gehören vor dem Kochen gewaschen und mindestens zwölf Stunden eingeweicht. Gibt man Lorbeer und Bohnenkraut zum Kochwasser, kann man die blähende Wirkung der Bohnen reduzieren.

Kulinarisch lassen sie sich breit einsetzen: in Salaten, Sülzchen, Suppen oder Eintöpfen, zu Püree und Mus verarbeitet oder auch für Desserts - ähnlich wie Maroni.

Will man sie süß verarbeiten, gibt man etwas Zucker ins Wasser, anschließend kann man sie zu Püree verarbeiten oder man überzieht sie mit Schokolade und reicht sie als Bonbon.

Ein kleiner Rezept Tipp von mir:

Bruscheta von Käferbohnen mit Spiegelei

Zutaten für 4 Personen

100 g Zwiebel

60 g Frühstückspeck

1 Eßl Butter

300 g passierte Paradeiser

125 ml Wasser

1 TL Senfpulver

1 EßL Rohrzucker

1 Eßl Balsamico

350 g gekochte Käferbohnen

Salz, Langschwanzpfeffer

4 Scheiben geröstetes Bauernbrot

1 EßL Butter

4 große Bioeier

Liebstöckl

Kürbiskernöl

Zwiebel und Speck würfelig schneiden und in Butter goldgelb anrösten. Paradeiser, Wasser, Senfpulver, Zucker und Balsamico beigeben und sämig einkochen. Die Käferbohnen beigeben und zehn Minuten ziehen lassen. Die Masse auf den gerösteten Broten verteilen, Spiegelei aufsetzen, salzen und pfeffern, mit Liebstöckl garnieren und Kernöl verfeinern.

Guten Appetit

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