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Garten

Lavendelgarten mitten im Mühlviertel

Von Valerie Hader  15. Juli 2020 00:04 Uhr

Lavendelgarten mitten im Mühlviertel
Roman und Renate Scheuchenegger bei der Lavendel-Ernte

OÖN-Gartenwahl: Leuchtend blaue Blüten – und dann erst der Duft! Die OÖN waren zur Erntezeit am Gusenleithnerhof der Familie Scheuchenegger in Unterweitersdorf zu Gast.

Natürlich in der Provence, wo sonst? Genau dort haben Renate und Roman Scheuchenegger ihre Leidenschaft für Lavendel entdeckt . "Das war 2008 bei einer Reise durch Südfrankreich", erinnert sich das Ehepaar, das auf einem alten, mit sehr viel Liebe zum Detail renovierten Bauernhof in Unterweitersdorf im Bezirk Freistadt lebt. "Damals haben wir uns gleich Samen und Setzlinge mitgenommen und zu Hause eingepflanzt", erzählt Roman Scheuchenegger, der beruflich als Kultur-Entwickler und Supervisor tätig ist.

Lavendelgarten mitten im Mühlviertel
Auch einen Pool gibts im Garten

Der Lavendel wird kultiviert

Heute befinden sich rund um den Mühlviertler Hof, in dem bis vor kurzem auch kleine feine Kulturveranstaltungen stattgefunden haben, richtige Lavendel-Felder. Und das nicht nur, weil die Pflanzen so schön aussehen: Die Schulqualitätsmanagerin ("Früher hieß es Bezirksschulinspektorin", erklärt sie) – kultiviert die Pflanzen gemeinsam mit ihrem Mann.

"Für uns ist er nicht nur eine Duft-, sondern vor allem auch eine Heilpflanze." Lavendel helfe etwa bei kleinen Hautverletztungen oder wirke beruhigend beim Einschlafen. Auch in ihrer Küche kommt er zum Einsatz: "Beim Brotbacken, für Sirup oder auch im Salat." Gut 20 Kilo Blüten erntet das Paar pro Jahr, anschließend werden diese getrocknet und mit einer Destille zu hochwertigem Lavendel-Pflanzenwasser, einem sogenannten Hydrolat, verarbeitet, beschreibt Roman Scheuchenegger, der zudem Jäger, Obmann der Jagdhornbläsergruppe Gusental – und Imker ist.

"Auch dafür ist unser Naturgarten wie geschaffen. Denn die Bienen lieben den Lavendel."

Genauso wie die ganze Familie. "Wenn es Zeit ist, die Blüten zu destillieren, helfen alle zusammen. Da wird gemeinsam gearbeitet, gegessen und gefeiert." Natürlich sind auch die drei Töchter der Scheucheneggers mit ihren Ehemännern und den Kindern mit dabei. "Und die Kleinen wissen schon ganz genau, wie gut das Hydrolat wirkt. Wenn sich eines der Enkerl wehtut oder aufschürft, heißt es sofort: Oma, schnell, wir brauchen das Lavendelwasser."

Renate Scheucheneggers Tipp für alle, die Lavendel im Garten haben: "Die Farben und den Duft genießen." Und wenn es Zeit ist, Blüten (samt Stängel) ernten und an einem luftigen warmen Ort trockenen. Die Blüten abrebeln und in Duftsackerl oder Kissen füllen oder einen Sirup daraus zubereiten. "Diesen am besten mit Prosecco aufspritzen und mit ein paar Blüten dekorieren. Ein herrlicher Sommerdrink!"

Die OÖN suchen den schönsten Garten im Land

Viele Hobbygärtner haben sich bereits bei der OÖN-Gartenwahl beworben. „Wir suchen auch heuer wieder den schönsten Garten im Land. Zeigen auch Sie uns Ihr grünes Paradies“, sagt OÖN-Biogärtner Karl Ploberger.

Auf nachrichten.at/gartenwahl gibt es alle Bewerber zu sehen. Wenn Sie selbst teilnehmen wollen, laden Sie maximal sieben Fotos hoch, ebenfalls auf nachrichten.at/gartenwahl. Die Gewinner werden bei der Abschlussveranstaltung am 6. Oktober bekanntgegeben.

Als Hauptpreis winken ein Besuch von Biogärtner Karl Ploberger im Gewinnergarten und Gutscheine der Firma Biohort.

Gewinnspiel: Passend zur Gartenwahl gibt es ein Gewinnspiel auf nachrichten.at/gewinnspiele. Hauptpreis ist 2021 eine Gartenreise in den hohen Norden.

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Valerie Hader

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