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Black Wings

Nach 0:8 liegen bei den Black Wings die Nerven blank

Von Markus Prinz, Wien   30. Dezember 2019 00:04 Uhr

Nach 0:8 liegen bei den Black Wings die Nerven blank
Schwarz auf grau: Die nackten Zahlen der 0:8-Pleite der Black Wings im Eissportzentrum Kagran

Tiefpunkt: Die Linzer schlitterten in Wien in ein Debakel, heute treten sie in Ungarn an.

2:6 in Graz, 5:7 daheim gegen Villach, 4:5 nach Penaltyschießen gegen Znojmo und dann am Samstagabend ein 0:8 in Wien gegen die Vienna Capitals – die zweithöchste Niederlage in der fast 20-jährigen Oberhaus-Geschichte markierte für die Eishockeycracks der Liwest Black Wings einen neuen Tiefpunkt. Dementsprechend angespannt war die Situation wenige Minuten nach Spielende in den Katakomben der Erste Bank Arena in Kagran. "Unser Verteidigungsspiel war einfach grottenschlecht. Die Vienna Capitals waren schneller, wir haben nur zugeschaut", lautete die freundlich formulierte Übersetzung der 18-sekündigen Spielanalyse von Trainer Tom Rowe, der anschließend seinen Assistenten vor das OÖN-Mikrofon schickte.

Rowe war geladen, seine Spieler hatte er davor in einer Kabinenpredigt mit einem Interviewverbot für alle Medien belegt. Mark Szücs sprach anschließend darüber, dass seine Mannschaft in 60 Minuten nicht zu ihrem Spiel gefunden habe, dass sie nach nun vier Niederlagen in Folge wenig Selbstvertrauen habe, sich aber selbst aus dieser Misere befreien müsse.

Manager Christian Perthaler sah einen ungünstigen Spielverlauf, weil nach dem 0:1 zwei Fouls vor Gegentreffern nicht geahndet wurden und Wien ausgerechnet in der besten Phase der Linzer das Spiel durch ein Unterzahl-Tor vorentschieden hatte. Nachsatz: "Das darf aber nicht als Ausrede für die eigene Leistung gelten." Auch ein Torhüterwechsel (Stroj für Kickert) beim Stand von 0:4 (15.) rüttelte die zu passive Defensive der Linzer nicht wach. Vier weitere Gegentreffer später war die höchste Niederlage der Black Wings seit dem 0:9 in Zagreb am 8. Oktober 2010 und die historisch höchste Pleite gegen die Vienna Capitals besiegelt.

Videoeinheit statt Eistraining

Die Aufarbeitung der zweithöchsten Niederlage der Vereinsgeschichte in der höchsten Spielklasse begann gestern mit einer einstündigen Video-Einheit statt des üblichen Eistrainings, in der Rowe seinen Spielern anhand der Sequenzen aus Wien vermittelte, wie er sich das Defensivspiel seiner Mannschaft nicht vorstellt.

Weil die Gegner aus der unteren Tabellenhälfte immer näher rücken, müssen Punkte her, um nicht wie im Vorjahr in die Qualifikationsgruppe abzurutschen. Ein erster Schritt soll und muss heute in Székesfehérvár (19.15 Uhr, im Liveticker auf nachrichten.at) gelingen. Ex-Linz-Goalie Mike Ouzas und seine Mannschaft haben zuletzt Znojmo auswärts besiegt (4:3 nach Verlängerung) und als Tabellen-Neunte nur noch sechs Punkte Rückstand auf Linz und den fünften Platz, der den direkten Play-off-Einzug garantiert. Vor den Ungarn rangieren auch noch Bozen, Villach und Graz.

Der EHC Linz reiste bereits gestern nach Ungarn an. Verteidiger Troy Rutkowski wird den Linzern aufgrund einer Sperre heute und am Mittwoch in Znojmo fehlen, Raphael Wolf könnte nach Verletzung zurückkehren.

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