Lade Inhalte...

Innenpolitik

Gratis-Selbsttests ab Montag, aber noch nicht für alle

Von OÖN   27. Februar 2021 00:04 Uhr

Gratis-Selbsttests ab Montag, aber noch nicht für alle
Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin Apothekerkammer Österreich

LINZ/WIEN. Oberösterreichs Apotheker-Präsident Veitschegger ersucht, "nicht gleich in die Apotheken zu stürmen"

Ab Montag geben die Apotheken in Österreich Gratis-Selbsttests aus. Aber es gibt nicht sofort genug Tests für alle, das Angebot wird schrittweise ausgebaut.

Für die erste Woche werden rund drei Millionen Einzeltests an die Apotheken geliefert. "Wir müssen die Tests in den Apotheken am Samstag und Sonntag als 5er-Testpakete mit erklärendem Informationsmaterial vorbereiten", sagt Ulrike Mursch-Edlmayr, Apothekerin in Sierning und Präsidentin der Apothekerkammer Österreich: "Im Optimalfall werden wir in der ersten Woche 600.000 Menschen mit Selbsttests versorgen können." Von einem langfristigen Projekt spricht Thomas Veitschegger, Präsident der Apothekerkammer Oberösterreich. Jeder könne davon ausgehen, ein Testkit zu erhalten, "aber eben erst nach und nach".

Jeder, der über eine E-Card verfügt und älter als 15 ist, kann in einer Apotheke fünf Selbsttests pro Monat kostenlos erhalten, so der Plan der Bundesregierung. Die "Nasenbohrertests" sind leicht anwendbar und sollen verwendet werden, wenn man andere Personen trifft. Veitschegger ersuchte, "nicht gleich am ersten Tag in die Apotheken zu stürmen". Mitte März würden schon wesentlich mehr Tests zur Verfügung stehen.

Auch rund 300.000 der 8,8 Millionen E-Card-Besitzer gehen vorerst leer aus, weil sie aus der Elektronischen Gesundheitsakte ausgestiegen sind. Ohne ELGA-Anknüpfung weiß der Apotheker nicht, ob die Person nicht schon woanders ein Set abgeholt hat.

Seit Herbst fordere man Gratis-Wohnzimmertests, kritisiert SP-Gesundheitssprecher Philip Kucher: "Kaum geht es an die Umsetzung durch die Bundesregierung, bricht schon wieder das nächste Chaos aus." "Wir schaffen heute die rechtlichen Voraussetzungen in einer Bundesratssitzung", sprach Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) am Freitag von "Zeitdruck" in der Pandemie. Und für die ELGA-Aussteiger versuche man, in den nächsten zwei Wochen eine Lösung zustande zu bringen.

Interessieren Sie sich für diesen Ort?

Fügen Sie Orte zu Ihrer Merkliste hinzu und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr aus Innenpolitik

19  Kommentare expand_more 19  Kommentare expand_less