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Oberösterreich

Wen kann ich bitten, für mich einkaufen zu gehen?

Von Gerhild Niedoba  26. März 2020 00:04 Uhr

Wen kann ich bitten, für mich einkaufen zu gehen?
Hilfe für betagte Menschen ist in diesen Tagen sehr gefragt.

LINZ. Viele ältere Menschen können und sollen von Besorgungen Abstand nehmen – viele Gemeinden organisieren Hilfen

Besonders ältere Menschen sind derzeit angehalten, zu Hause zu bleiben. Da sie zur Hochrisikogruppe zählen, sollten sie soziale Kontakte, Menschenansammlungen und somit auch den Besuch von Geschäften tunlichst vermeiden. Doch was tun, wenn Familienmitglieder oder Nachbarn für den Lebensmitteleinkauf oder den Gang zur Apotheke nicht greifbar sind?

Was tun ohne Internet?

Eine 74-jährige OÖN-Leserin aus St. Florian bei Linz, die vor ebendiesem Problem stand, erkundigte sich daher telefonisch beim örtlichen Lebensmittelhändler, ob denn Waren auch im Rahmen eines Lieferservices zugestellt werden könnten. Dort wurde sie darauf verwiesen, dass dieser angeboten, aber nur über eine Onlinebestellung in Anspruch genommen werden könne. Doch aufgrund der regen Nachfrage geraten diese Dienste immer mehr ins Stocken (die OÖN berichteten). Dazu kommt, dass die 74-Jährige, so wie viele andere Pensionisten, über keinen Internetanschluss verfügt. Sie wandte sich daher an die OÖN-Ombudsstelle, deren Recherche folgende Hilfestellungen ergab:

Erster Ansprechpartner in diesem Fall ist das Gemeindeamt, rät der Direktor des oberösterreichischen Gemeindebundes, Franz Flotzinger. "Dort laufen meist die Fäden zusammen." Entweder bietet die Gemeinde mittlerweile selbst derartige Einkaufsdienste an oder unterstützt private Initiativen. Im Fall von St. Florian sind das etwa die Landjugend, "Junge Generation" sowie die "Junge ÖVP", die Besorgungen für ältere Personen erledigen. Bestellt wird telefonisch bei der Gemeinde, die den Einkauf dann organisiert. Spar will für derartige Dienste nun auch in Oberösterreich den Einkauf per Lieferschein einführen: In Absprache mit Gemeinden und Vereinspartnern (Rotes Kreuz, Hilfswerk, Diakonie) sollen die freiwilligen Helfer künftig Ausweise erhalten, die sie zum Einkauf berechtigen. Abgerechnet werde monatsweise mit der Gemeinde, die sich wiederum das Geld von den Kunden hole, hieß es gestern bei der Spar-Zentrale in Marchtrenk. Man hoffe auf eine rasche Umsetzung: "Wir sind startklar."

Auch die Volkshilfe (Tel. 0676/8734 7085) sowie "Team Österreich" (Tel. 0800/600 600) bieten Hilfe beim Einkaufen oder dem Besorgen von Medikamenten an.

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Gerhild Niedoba

Redakteurin Land und Leute

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