Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Montag, 22. April 2019, 15:57 Uhr

Linz: 22°C Ort wählen »
 
Montag, 22. April 2019, 15:57 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich  > Wels

Verwirrung um Zahlen: Wie viele Leute suchen tatsächlich Wohnung in Wels?

WELS. FPÖ-Sozialreferentin spricht von 676 Wohnungssuchenden, die SPÖ allerdings von 1932.

Verwirrung um Zahlen: Wie viele Leute suchen tatsächlich Wohnung in Wels?

Die SPÖ fordert ein "Universalmietrecht", das gleiches Recht für alle Verträge auf dem freien Wohnungsmarkt bedeutet, und sie will Mietobergrenzen. Bild: (Wodicka)

Immer mehr Menschen ziehen in Städte, dort wird Wohnraum knapp, die Kosten fürs Wohnen steigen exorbitant. Gestern lud daher die SPÖ die Presse zum Start der Kampagne "leistbares Wohnen". Zuvor gab FPÖ-Vizebürgermeisterin, Sozialreferentin Christa Raggl-Mühlberger via Aussendung Entwarnung: "Zahl der Wohnungssuchenden auf historischem Tiefststand." Sie spricht von 676 Personen, 2013 seien es noch 1900 gewesen.

Damit liegt sie nahe an der gestern von der SPÖ genannten Zahl von 1932. "Sie stammt von Wohnbaureferent Manfred Haimbuchner (FPÖ-Landeshauptmann-Stellvertreter, Anm.) auf eine Anfrage von mir", sagte SPÖ-Landtagsklubobmann Christian Makor.

Raggl-Mühlberger erklärt: "Die Zahl sinkt kontinuierlich, im Vorjahr waren es noch mehr als 900. Wir haben das große Glück, dass Genossenschaften in Wels sehr viel bauen." Die Stadt hat für 5000 Genossenschaftswohnungen – die meisten gehören der Heimstätte – das Vergaberecht. Der städtische Betrieb hatte gestern 2871 Wohnungssuchende vorgemerkt. "Darunter sind viele, die bereits bei uns wohnen, aber eine größere oder kleinere Wohnung suchen", sagt Vorstand Manfred Hochhauser. Er schätzt den akuten Bedarf bei 200 bis 300 Personen.

Dessen ungeachtet sagt SPÖ-Parlamentarierin Petra Wimmer: "Ein Drittel der Welser, die in Miete wohnen, müssen die Hälfte oder mehr ihres Monatseinkommens für Wohnen ausgeben." Sie verlangt ein neues Mietrecht, das für alle Wohnungen auf dem freien Markt gelte und Mietobergrenzen.

Makor ergänzt: "Es braucht eine Preisbremse: Mieten dürfen nicht mehr steigen als die Inflation, das Land muss sozialen Wohnbau mehr als bisher fördern, die Wohnbeihilfe neu regeln." Anspruch haben nur jene, die maximal sieben Euro/m2 Miete zahlen. "Um diesen Preis wird derzeit keine Wohnung neu vermietet."

Kommentare anzeigen »
Artikel Friedrich M. Müller 16. April 2019 - 00:04 Uhr
Mehr Wels

"Wasserstoff-Antrieb wird für Lkw wirtschaftlich interessant"

THALHEIM. In Thalheim arbeiten im Forschungslabor Fronius 600 Mitarbeiter an einer Vision: Unsere ...

Grüne Idylle soll Helikopter-Flugplatz und mehreren Hangars weichen

NIEDERTHALHEIM. Ein Bundesheer-Offizier plant in Niederthalheim bei Schwanenstadt mitten am Land ein ...

Singen in Altenheimen wird zum Exportschlager

WELS. In den Welser Seniorenheimen wird gerne und viel gesungen.

Drogendealer zückte Pistole

WELS. Mit einer schwarzen Schreckschusspistole zielte ein 65-jähriger Drogendealer in einem Gastgarten in ...

Wo kommt die Busdrehscheibe hin? Linie Wels fragt ihre Kunden

WELS. Das Tauziehen um die Gestaltung des Verkehrs in der Innenstadt geht weiter – nicht nur wegen der ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS