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Nach Erbschaftsstreit hat Schloss Steinhaus neue Besitzerin

STEINHAUS. Der Grazerin Anna Minutillo-Jereb gehört seit kurzem das Landgut mit 48 Hektar Grund. "Wir sind sehr froh darüber", kommentiert Bürgermeister Harald Piritsch (FPÖ) die Nachricht von der neuen Schlossbesitzerin.

Nach jahrelangem Erbschaftsstreit hat Schloss Steinhaus eine neue Besitzerin

Schlossbesitzerin Anna Minutillo-Jereb mit den Söhnen Nikolaus und Balthasar Bild:

Anna Minutillo-Jereb ist die Tochter des rechtmäßigen Erben Christoph Minutillo, der das Landgut mit seinen 48 Hektar Grundbesitz in einem jahrelangen Rechtsstreit zugesprochen bekam. Nun vermachte er es seiner Tochter, die sich als einzige seiner fünf Kinder für die Landwirtschaft interessiert. "Ich habe schon die ersten Kurse gebucht und werde mich jetzt zur Bäuerin ausbilden lassen", sagt die studierte Bauingenieurin und Mutter von drei Kindern. Mit Kind und Kegel ist sie auch in Richtung Oberösterreich gezogen: "Zuvor habe ich mitten in Graz gelebt. Jetzt sind wir mitten am Land, was vor allem den Kindern gefällt", sagt Anna Minutillo-Jereb.

Ihr Ehemann, ein Grazer Zivilingenieur, wird neben seinem Wohnsitz auch sein Büro in absehbarer Zeit nach Steinhaus verlegen: "Unser Ziel ist, zusammen zu leben und den Hauptwohnsitz in Steinhaus zu haben", sagt die neue Schlossbesitzerin.

Nach dem Tod des früheren Eigentümers Otto Eiselsberg im Jahr 2001 setzte um den Landsitz ein zäher Rechtsstreit ein. Während Witwe und Kinder durch die Finger schauten, setzte der Diplomat seinen Neffen Christoph testamentarisch als Generalerben ein. Die Anfechtung der Witwe und ihrer Tochter gegen den letzten Willens des Gatten und Vaters blieb erfolglos. 2009 wurde Minutillo als rechtmäßiger Erbe bestimmt.

Teures Gerichtsverfahren

Von da an ging es nur noch um die Frage, ob das Anwesen ein Anerbenhof ist oder nach dem viel höheren Verkehrswert bemessen wird. Danach bemisst man den Pflichtteil, der Kindern und Witwe gesetzlich zusteht. Der OGH entschied zu Minutillos Gunsten. Um alte Schulden zu begleichen und das teure Verfahren zu bezahlen, mussten zuletzt vier Hektar Bauland veräußert werden.

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Artikel Erik Famler 01. September 2015 - 00:04 Uhr
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