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Grieskirchner greifen für Wasser, Kanal und Müll tief in die Tasche

GRIESKIRCHEN/EFERDING. Mit rund 1110 Euro Betriebskosten für einen Vier-Personen-Haushalt gehört Grieskirchen zu den teuersten Bezirksstädten in Oberösterreich. Eferding gibt es wesentlich billiger, was in Grieskirchen aber großes Unverständnis auslöst.

Grieskirchner greifen für Wasser, Kanal und Müll tief in die Tasche

Kläranlagen kosten in Errichtung und Betrieb viel Geld. Bild: privat

Das Energieinstitut der Johannes Kepler Universität Linz hat einen Vergleich der Kosten für Wasser, Kanal und Müllentsorgung für einen Vier-Personen-Haushalt in einer 95 Quadratmeter großen Mehrparteienwohnung erstellt. Mit rund 1110 Euro pro Jahr ist Grieskirchen nach Gmunden die teuerste Bezirkshauptstadt. „Die Berechnung stimmt. Wir verlangen bei Wasser und Kanal aber nur die vorgeschriebenen Mindestsätze des Landes Oberösterreich“, sagt Finanzstadtrat Günter Haslberger aus Grieskirchen. Dazu werden noch 20 Cent pro Kubikmeter aufgeschlagen, da Grieskirchen sonst eine Abgangsgemeinde wäre. „Dass täglich frisches und genießbares Wasser zur Verfügung steht und Abwasser entsorgt wird, kostet Geld und stellt einen Wert dar, der manchmal für zu selbstverständlich gehalten wird“, sagt Haslberger. Die Tarife für Müll wurden zuletzt, nach der Errichtung des neuen Altstoffsammelzentrums, erhöht.

Kostendifferenz eklatant

Dass die Eferdinger im Schlaraffenland für Betriebskosten – rund 768 Euro jährlich – leben, freut SP-Bürgermeister Hans Stadelmayer. Nur in Wels und Linz wohnt es sich günstiger. Warum die Kostendifferenz zu Grieskirchen so hoch ausfällt, darüber kann er nur spekulieren: „Das könnte an der Fläche liegen. Eferding ist klein. Die Infrastruktur bleibt aber die gleiche.“

Den Vorwurf, die Stadt habe bisher trotz Mindestsatz von 3,16 Euro pro Kubikmeter nur 1,63 Euro an Kanalgebühren eingehoben, lässt Stadelmayer nur bedingt gelten: „Bisher haben wir nach verbauter Fläche und nicht nach dem Gesamtverbrauch berechnet. Damit sind wir ausgekommen.“

Ab 1. Juli wird damit Schluss sein. Dann muss die Stadt laut Verordnung höhere Kanalbenutzungsgebühren einheben und wird sich – wie andere Gemeinden auch – am Verbrauch orientieren.

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Artikel Von Eva Allerstorfer und Martin Povacz 10. Juni 2010 - 00:04 Uhr
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