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Steyr

Fluss-Surfen in der Stadt: Stehende Welle immer konkreter

Von Kurt Daucher   28. September 2016 00:04 Uhr

Fluss-Surfen mitten in der Stadt: Stehende Welle wird immer konkreter
Christoph Grumböck hat Surf-Erfahrung auf dem Meer. Die Idee der Flusswelle, die er gemeinsam mit mehreren Mitstreitern verfolgt, nimmt immer konkretere Formen an.

STEYR. Das Projekt der Gruppe rund um Christoph Grumböck hat einen FAZAT-Award gewonnen. Auch drei andere Ideen wurden von der Jury ausgezeichnet.

Dass im Steyrfluss eine stehende Surfer-Welle geschaffen wird, nimmt immer konkretere Formen an. Soeben ist das Projekt, das von einer Gruppe rund um den Garstner Christoph Grumböck betrieben wird, mit einem von vier FAZAT-Awards ausgezeichnet worden. Nun soll getestet werden, wo es ausreichend Strömung für die Welle gibt. Noch 2017 könnte mit dem Bau begonnen werden.

Die Standort-Suche läuft

Nach möglichen Standorten haben sich Grumböck und seine Mitstreiter bereits in den vergangenen Monaten immer wieder umgeschaut. "Je weiter wir Richtung Zentrum kommen, desto teurer dürfte es werden", so der Notariatssubstitut im Gespräch mit der Steyrer Zeitung. Attraktivster und spektakulärster Standort wäre mit Sicherheit die Spitalmühlwehr direkt bei Zwischenbrücken – hier wären die Surfer unmittelbar neben dem Fischaufstieg unterwegs. Die günstigste Surf-Welle ließe sich wahrscheinlich in Rosenegg errichten. Dort müsste nur die Bootsrutsche umgebaut werden.

Einzig der Standort Heindlmühlwehr ist mittlerweile aus dem Spiel. Grumböck: "Hier ist es einfach zu gefährlich. Wenn da ein Surfer nicht mehr aus dem Wasser kommt, spült es ihn vielleicht das Spitalmühlwehr hinunter." Dort werde viel Wasser umgewälzt.

Auf die Strömungsanalyse müssten Modellversuche angestellt werden. Derartiges wäre bei einer Universität – etwa der TU Graz – zu beauftragen. Als schwierigsten Schritt bis zu Realisierung schätzt Grumböck nicht so sehr den Bau ein – selbst dann, wenn er beim Fischaufstieg erfolgt. "Heikler sind sicher die Genehmigungen", sagt er. Dabei ginge es ums Wasserrecht, um den Naturschutz, möglicherweise den Denkmalschutz beim historischen Stadtkern und anderes mehr.

Die weiteren drei FAZAT-Awards, die am Montagabend von Minister Jörg Leichtfried überreicht wurden, gingen an "Stadtplatz im Aufbruch", "Rebrand Steyr – Stadt der Innovation" und "Sonnenstrom Steyr". Letztgenanntes Projekt verfolgt das Ziel, Dächer von Steyrer Großbetreiben und kommunalen Einrichtungen großflächig mit Photovoltaikanlagen auszustatten und damit ebenso sauberen wie günstigen Strom zu erzeugen.

 

Sieger-Projekte

Mit der Verleihung der FAZAT-Awards wurde der Open-Innovation-Prozess „Steyr 2030“ abgeschlossen. Die weitere Entwicklung der Projekte wird mit bis zu 150.000 Euro gefördert, teilt FAZAT-Geschäftsführer Walter Ortner mit.

Neben der stehenden Welle wurden folgende Ideen ausgezeichnet:

  • „Re-Brand Steyr“ (Projektleiter Christian Kreil): Die alte Eisenstadt als Marke für Steyr soll ausgemustert und von „Stadt der Innovation“ abgelöst werden.
  • „Sonnenstrom Steyr“ (Jochen Sperrer): Die Dachflächen auf den großen Steyrer Betrieben sollen als Standort für Photovoltaik-Anlagen und damit für die Gewinnung von Sonnenstrom genutzt werden.
  • „Stadtplatz im Aufbruch“ (Daniela Limberger): Das „Einkaufszentrum Stadtplatz“ soll noch attraktiver und kundenfreundlicher werden.
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