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"Wo bleiben Sanktionen gegen diese arbeitsfaulen Wohlstandsparasiten?"

GMUNDEN. Gmundner Wirt sucht Arbeitskräfte und erregt Aufsehen mit Aussagen über Arbeitslose.

"Wo bleiben Sanktionen gegen diese arbeitsfaulen Wohlstandsparasiten?"

Moaristidl-Wirt Tom Edtmeier mit seiner Partnerin Karin Pointner ärgern sich über Arbeitslose. Bild: OÖN/Fellner

Tom Edtmeier, Pächter des Moaristidls am Fuß des Traunsteins, sucht dringend zwei Vollzeit-Arbeitskräfte für seine Jausenstation, findet aber keine. Möglicherweise hat das mit seiner Sprache zu tun. Andererseits: Edtmeier ist nicht der einzige Wirt im Salzkammergut, der daran verzweifelt, dass er keine Arbeitskräfte bekommt.

"AMS-Stempeljäger"

"Es ist zum Aus-der-Haut-Fahren", sagt der frustrierte Wirt, der das Moaristidl erst in diesem Frühjahr übernommen hat. "Der eine oder andere AMS-Stempeljäger lässt sich zwar blicken, um im selbigen Moment aber gleich darauf hinzuweisen, dass er maximal schwarz arbeiten würde. Andere sind noch dreister und behaupten dem AMS gegenüber, dass sie bereits ein Vorstellungsgespräch absolviert hätten, das jedoch nie stattgefunden hat."

Edtmeier, der mit der Vorchdorfer FP-Ortsparteivorsitzenden Karin Pointner liiert ist, fordert von Politik und AMS Maßnahmen gegen Menschen, die seiner Meinung nach gar nicht arbeiten wollen. Ein Mann der feinen Klinge ist er bei seiner Wortwahl aber nicht. "Wo bleiben Sanktionen gegen diese arbeitsfaulen Wohlstandsparasiten", fragt er.

Dazu tischt er Zahlen auf. Laut Edtmaier sind alleine im Bezirk Gmunden rund 200 Gastronomie-Fachkräfte beim AMS als arbeitssuchend gemeldet. OÖN-Recherchen ergaben, dass es sich um 192 Menschen handelt – allerdings aus dem gesamten touristischen Bereich. Nur ein Teil von ihnen kommt aus der Gastronomie.

Doch vor allem Edtmeiers Bezeichnung "Parasiten" für Arbeitslose regt weit über Gmunden hinaus auf. "Es gibt sicher Probleme, über die wir diskutieren müssen", sagt die Ebenseer SP-Bezirksobfrau Sabine Promberger. "Aber die Sprache, die Herr Edtmeier hier verwendet, ist meiner Meinung nach inakzeptabel und bringt uns sicher nicht weiter."

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Artikel Edmund Brandner 04. August 2016 - 02:15 Uhr
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