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Linz

Das Traxlmayr, seit 1872 eine Institution

25. November 2008 00:00 Uhr

Das Traxlmayr, seit 1872 eine Institution

Das Traxlmayr an der Promenade anno dazumal (OÖN)

1719 wurde das erste Kaffeehaus in Linz gegründet. Mit der Stadtenwicklung stieg die Zahl der Kaffeehäuser. Im 20. Jahrhundert kam das Kaffeehaus-Sterben. Nur eines der klassischen Kaffeehäuser überlebte in Linz: das Traxlmayr, auch heute eine beliebte Institution.

Der Cafetier Josef Hartl, der im 19. Jahrhundert an der Donaulände und dann auf dem Hauptplatz ein Kaffeehaus betrieb, übernahm 1867 das 20 Jahre zuvor gegründete Kaffeehaus Ratzenböck im Haus Promenade 16. Hartls Tochter Anna heiratete 1872 Josef Traxlmayr.

Seit damals trägt das Café den Namen „Traxlmayr“. „Das Traxlmayr hatte günstige Bedingungen, was seinen Standort betraf: Unweit der Landstraße, des Landhauses, der Allgemeinen Sparkasse und vor allem des Landestheaters konnte es aus all diesen Kreisen sein Stammpublikum rekrutieren“, schreibt die Linzer Historikerin Birgit Kirchmayr in ihrem kürzlich erschienenen Buch „Kultur- und Freizeiträume in Linz“.

Architekt Balzarek

1905 ließ Wilhelm Traxlmayr das Kaffeehaus um den Pavillon erweitern. Planer von Zubau und Innenausstattung war Mauriz Balzarek, der damals bedeutendste Linzer Architekt. Heute, 103 Jahre danach, ist das Traxlmayr nach wie vor sehr beliebt und gern besucht. (gsto)

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