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Innviertel

Zwei Jahre nach Sägewerksbrand wird mit dem Bau neuer Hallen begonnen

Von Monika Raschhofer 21. Mai 2019 00:04 Uhr

Zwei Jahre nach Sägewerksbrand wird mit dem Bau neuer Hallen begonnen
Feldbacher mal drei: Erich senior, Erich junior und Kurt (von rechts) vor dem Bauzaun, hinter dem der leicht veränderte Wiederaufbau stattfindet.

LENGAU. Nutzlos in die Luft ragende Betonsäulen, ein großer, leerer Platz neben der Straße: Seit dem Großbrand vor fast zwei Jahren sahen Vorbeifahrende dieses Bild von der Holzverarbeitungs-GmbH Feldbacher in Untererb in der Gemeinde Lengau. Dass dort nun gebaut wird, fällt auf.

"Mit dem Bau einer Lager- und Ausstellungshalle haben wir begonnen, sie soll heuer fertiggestellt werden", erklärt Erich Feldbacher senior, dem das Unternehmen mit seinem Bruder Kurt gehört.

Die Baufirmen seien sehr ausgelastet gewesen, nennt Feldbacher einen Grund dafür, warum der Wiederaufbau nicht früher erfolgt ist. Die Behörden lobt er. Alle Bauvorhaben sind bereits verhandelt und genehmigt, ein Grundstück wurde umgewidmet. Auch dass die Versicherung bereits am Tag nach dem Brand Unterstützung zugesagt und das Versprechen eingehalten habe, hebt Erich Feldbacher senior hervor. Dass die Brandursache von Anfang an klar war, sei da gut gewesen, ergänzt er.

Zwei Jahre nach Sägewerksbrand wird mit dem Bau neuer Hallen begonnen
Viel wurde durchs Feuer zerstört, aber auch viel von der Feuerwehr gerettet.

Kinder aus Auto gerettet

In einem Auto war ein Brand ausgebrochen, die Lenkerin hatte neben der Straße angehalten, um ihre beiden Kinder aus dem Fond zu retten. Das ist ihr gelungen, heftiger Wind hat aber die aus dem Fahrzeug lodernden Flammen Richtung Holzlager und Hallen getrieben. Das Sägewerksgebäude, drei Lagerhallen, etwa 3000 Kubikmeter Schnittholz, zwei Fahrzeuge, die Stromversorgungs- und Verteileranlagen sind abgebrannt.

"Dass das Wohnhaus und die hinteren Hallen stehen geblieben sind, haben wir den Feuerwehren zu verdanken", betont der Unternehmer. Es sei äußerst knapp gewesen, erinnert er sich. 480 Feuerwehrleute waren im Einsatz. "Die gelungene Koordination ist besonders hervorzuheben", sagt Feldbacher dankbar. Er sei froh, dass niemand verletzt wurde, und betont, dass die Autolenkerin keine Schuld treffe.

Zwei Hallen bis Ende 2020

Eine 2500 Quadratmeter große Halle wird jetzt errichtet, eine Produktionshalle mit 1700 Quadratmetern Nutzfläche folgt im Winter. Bis Ende 2020 soll beides fertig sein. Parallel zur Straße und mit etwas großzügigeren Abständen, das sind die Änderungen gegenüber den ursprünglichen Hallen.

Das betriebseigene Heizwerk funktionierte dank Notstromversorgung schon zwei Tage nach dem Brand wieder, einen Monat danach lief das Hobelwerk an. Das Schnittholz nachzukaufen, sei eine logistische Herausforderung gewesen, die Sägearbeit habe an andere Betriebe ausgelagert werden müssen, erinnert sich Erich Feldbacher senior an die Zeit nach dem 13. Juni 2017. Und: "Auch wegen weiterer Investitionen in den Maschinenpark können wir inzwischen wieder die gesamte Produktpalette anbieten – von Fußböden über Terrassendielen und Schalungen bis zu Schnittholz."

Artikel von

Monika Raschhofer

Lokalredakteurin Innviertel

Monika Raschhofer
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