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Oberösterreich

Monika Buttinger: Drehmomente in der Geburtsstadt

Textilien sind ihr Leben. Das Filmset ist ihr Arbeitsplatz. Die in Wels geborene Kostümdesignerin Monika Buttinger arbeitet gerade an ihrem 43. Kinofilm. Seit mehreren Wochen wird in ihrer Geburtsstadt gedreht.

Drehmomente in der Geburtsstadt

»Ich mache meine Arbeit wahnsinnig gern. Sie macht mir nach wie vor Spaß. Der Kauf von Filmgarderobe kann aber auch sehr anstrengend sein.« Monika Buttinger, Kostümbildnerin Bild: Krause, Johansen

Für "Wir waren da" gestaltete die 42-Jährige das Kostümbild. Eben das ist ihr Job: "Für einen einzigen Film braucht es je nach Thema bis zu drei Monate Vorbereitungszeit", erklärt Buttinger. Die in Linz groß gewordene Designerin wird längst auch international gebucht. Für den Hollywood-Streifen "360 Grad" mit Anthony Hopkins und Jude Law in den Hauptrollen schuf sie die Garderobe. Der Oscar-nominierte österreichische Film "Revanche" trug ebenso ihre Handschrift wie die Neuverfilmung des "Weißen Rössl".

Buttinger arbeitet im Team. Sie bestimmt die Anzahl der Mitarbeiter und die Höhe des Kostümbudgets. Für die Fernseh-Trilogie "Die Wanderhure" kleidete sie neben den Hauptdarstellern 1500 Komparsen in historische Kostüme.

Die aktuelle Produktion "Wir waren da" handelt von einer wahren Begebenheit. Es geht um den Tod eines Jugendlichen, der beim Einbruch in einen Supermarkt von Polizisten erschossen wird. Regisseur Stefan Richter dreht das Filmdrama im Welser Welas-Park. Die Dreharbeiten gehen bereits dem Ende zu.

"Ich mache meine Arbeit nach wie vor wahnsinnig gern", betont Monika Buttinger. Die Leidenschaft für Kleidung hat sie ihrer Mama zu verdanken: "Mein Vater war Eisenbahner und Alleinverdiener. Wir waren fünf Kinder. Meine Mutter hat mit dem Nähen das schmale Familienbudget geschont."

Das Einkleiden von Schauspielern trägt zum Gelingen eines Films viel bei: "Mit meiner Arbeit präge ich die Charaktere der Darsteller mit." Dabei machte die Oberösterreicherin die Erfahrung, dass die großen Stars im normalen Leben oftmals bescheiden und sympathisch auftreten. Sie bewundert Anthony Hopkins, mit dem sie in England arbeitete: "Ein echter Sir", schwärmt die in Wien lebende Designerin.

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Artikel Erik Famler 05. August 2014 - 00:04 Uhr
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