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Oberösterreich

Anna Larissa Redinger: Auf der Jagd nach neuen Abenteuern

Die 24-jährige Uttendorferin meisterte eine der härtesten Enduro-Rallyes

Anna Larissa Redinger

Anna Larissa Redinger, Studentin und amtierende Europameisterin Cross County, startete beim Red Bull Romaniacs mit der Nummer 499 Bild: Actiongraphers

Auf einer kleinen 50-ccm-Maschine hat Anna Larissa Redinger als Kind ihre ersten Runden gedreht – im Obstgarten der Eltern. Damals ahnte niemand, dass hier die künftige Europameisterin unterwegs war. Papa Redinger, früher selbst Motocrossfahrer, hatte für seine Tochter andere Pläne und hätte sie lieber auf einem Pferd gesehen. Er hatte ihr sogar verboten, den Motorradführerschein zu machen – ohne Erfolg. „2014 habe ich bei KTM ein Praktikum gemacht. Mit dem Geld habe ich mir meine erste eigene Maschine gekauft. Da war ich schon 22 und konnte selbst entscheiden“, sagt Redinger.

Mit ihrem großen Talent, jeder Menge Disziplin, Ehrgeiz und der notwendigen Härte zu sich selbst hat die 24-Jährige fleißig Spitzenplatzierungen gesammelt und sich dabei einen Namen in der Enduro-Szene gemacht. Ihr sportlicher Höhenflug gipfelte im Herbst 2016 im Europameistertitel Cross Country. Die Titelverteidigung ist für die Uttendorferin heuer allerdings nur ein Nebenschauplatz. Sie hat sich für das Jahr 2017 ein neues Abenteuer gesucht: Erstmals nahm sie vergangene Woche bei den Red Bull Romaniacs, einer der härtesten Enduro-Rallyes der Welt, teil. Vier Tage am Stück fuhr die Uttendorfer als einzige Österreicherin und eine von insgesamt nur sieben Frauen quer durch Rumänien. „Eine Zielankunft bei der härtesten Enduro Rallye der Welt in meiner erst vierten Saison ist einfach unfassbar. Ein Traum wurde damit für mich Realität“, freut sich die 24-Jährige, die in ihrer Klasse 39 Männer hinter sich gelassen hat.

Auch abseits der Rennstrecken gibt die Innviertlerin Gas. Sie ist Studentin (Sportmanagement), Fotografin, Testfahrerin für das Motorrad Onlinemagazin 1000 PS und arbeitet Teilzeit (20 Stunden) für die Firma Klim. Familie, Freunde und ihre große Liebe zum Sport geben ihr die dafür nötige Energie. Und ihre Großmutter. „Meine Oma ist meine beste Freundin. Sie ist es auch, die mir die ganzen Mädchen-Sachen zeigt, denn darin bin ich wirklich schlecht. Mit Make-up und Mode kenn ich mich nicht aus.“

 

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Artikel Bianka Eichinger 07. August 2017 - 00:04 Uhr
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