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Wohnen

Plus 14 Prozent: Baukosten auch im August stark erhöht

18. September 2021 00:04 Uhr

Plus 14 Prozent: Baukosten auch im August stark erhöht
Planungen werden aufgrund der anziehenden Kosten erschwert.

In Deutschland steigen Immo-Preise nach Corona noch schneller.

Herausfordernde Zeiten für alle, die bauen oder renovieren wollen: Die Baukosten haben auch im August massiv zugelegt. Der Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau in Österreich stieg verglichen mit August 2020 um rund 14 Prozent, gab die Statistik Austria am Mittwoch bekannt.

Die stärksten Kostentreiber im Wohnungsbau waren Holz, Polystyrol und Schaumstoffplatten. "Im Tiefbau sorgten vor allem die vor einem Jahr ungewöhnlich niedrigen Diesel- und Treibstoffpreise für im Jahresvergleich höhere Kosten", sagte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Starke Preisanstiege im Vergleich zum August 2020 verzeichneten auch die von Stahlprodukten geprägten Warengruppen, was sich insbesondere im Brückenbau niederschlug.

Konnte die Coronakrise dem Immobilienmarkt in Deutschland schon nichts anhaben, so rechnen Experten nun mit Nachholeffekten und weiter steigenden Preisen. Laut einer Prognose des Hamburger Gewos-Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung wird der Immobilien-Gesamtumsatz im laufenden Jahr um 6,3 Prozent auf 311,1 Milliarden Euro steigen. Im bisherigen Rekordjahr 2020 hatte der Umsatz knapp 293 Milliarden Euro betragen.

Treiber seien vor allem die Wohnimmobilien, deren Volumen vom Vorjahr voraussichtlich um 7,5 Prozent auf 237,7 Milliarden Euro wächst. Gleichzeitig werde die Zahl der Transaktionen nur leicht um 1,4 Prozent steigen. Der Durchschnittspreis pro Kauf steigt demnach weiter. Das bestätigt Gewos-Experte Sebastian Wunsch mit Zahlen aus 2020: "Die Preisdynamik im Bereich des selbst genutzten Wohneigentums hat sich im Zuge der Corona-Pandemie noch einmal verstärkt. Mit 10,8 Prozent bei Eigenheimen und 7,2 Prozent bei Eigentumswohnungen haben wir 2020 die stärksten Preiszuwächse seit Beginn unserer Aufzeichnungen in den 80er-Jahren festgestellt." Das hohe Transaktionsaufkommen halte seit der zweiten Jahreshälfte 2020 an. Eine höhere Zahl an Käufen "haben wir letztmalig im Jahr 1999 registriert".

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