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Gesundheit

Was steckt hinter meinem Schwindel?

Von Barbara Rohrhofer 27. November 2019 00:04 Uhr

Was steckt hinter meinem Schwindel?
Viele ältere Menschen leiden an chronischem Schwindel.

Schwindel ist das Thema der OÖN-Gesundheitstour am Mittwoch, 4. Dezember, in Linz.

Mir ist so schwindelig!" Viele Menschen kennen das Gefühl, wenn die Welt zu wanken beginnt. Die OÖN-Gesundheitstour widmet sich am Mittwoch, 4. Dezember, ab 18 Uhr im Kepler-Universitätsklinikum Linz mit folgenden Experten diesem Thema: Judith Wagner von der Klinik für Neurologie, Rolf Sembol, Oberarzt von der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, und Christian Mittermaier vom Institut für Physikalische Medizin.

 

OÖN: Oft klagen insbesondere ältere Menschen über Schwindelgefühle, die sie tagtäglich begleiten. Kann Schwindel auch chronisch werden?

Schwindel und Gangunsicherheit sind im Alter häufig. Bei vielen betagten Menschen schränkt Schwindel die Alltagsaktivitäten ein und ist ein Grund für Arztbesuche. Die Gründe können vielfältig sein und reichen von Demenzen bis hin zur Polyneuropathie.

Manchmal heißt es, der Schwindel kommt von der Halswirbelsäule. Ist das möglich?

Hier scheiden sich die Geister, allerdings gibt es viele Indizien, die dafür sprechen, dass es den so genannten "zervikogenen" Schwindel gibt. Schwindel kommt jedenfalls auch oft bei Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule vor. Und man sieht immer wieder, dass durch Behandlungen in diesem Bereich die Schwindelsymptome gestoppt oder zumindest gelindert werden können.

Viele Tabletten haben als Nebenwirkung "Schwindel".

Ja. Das ist insbesondere bei Medikamenten der Fall, die ihre Wirkung im Hirn entfalten, so zum Beispiel Beruhigungsmittel oder manche Antiepileptika. Aber auch eine indirekte Auslösung von Schwindel ist möglich, wenn Tabletten zum Beispiel den Blutdruck senken oder den Herzschlag verlangsamen. Jene chemische Substanz aber, die wohl am häufigsten Ursache von Schwindel sein dürfte, ist der Alkohol.

Beim Schwindel gibt es ja viele Diagnosen. Eine heißt Morbus Menière. Was versteht man darunter?

Bei dieser Erkrankung liegen Flüssigkeitsverschiebungen in den Innenräumen der Schnecke des Ohres vor, die das Gehör und dann das Gleichgewichtsorgan reizen und schädigen. Dadurch kommt es zu sehr heftigen Drehschwindelattacken, die zu einem bleibenden Hörverlust führen können. Die Ursache ist unbekannt, Stress oder Autoimmunreaktionen können eine Rolle spielen.

Artikel von

Barbara Rohrhofer

Leiterin Redaktion Leben und Gesundheit

Barbara Rohrhofer
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