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Wirtschaft

VW-Manager seit gestern vor dem Strafrichter

Von OÖN   17. September 2021 00:05 Uhr

VW-Manager seit gestern vor dem Strafrichter
Richter Christian Schütz

BRAUNSCHWEIG. Ex-Chef Winterkorn krankheitsbedingt nicht dabei

Gut sechs Jahre nach dem Auffliegen des Diesel-Skandals bei Volkswagen hat gestern der Strafprozess gegen fünf Top-Manager des Konzerns vor dem Landgericht Braunschweig begonnen. Prominentester Angeklagter ist der ehemalige Konzernchef Martin Winterkorn.

Der war allerdings gestern nicht dabei. Die Verhandlung gegen ihn wurde abgetrennt. Begründet wurde das mit gesundheitlichen Problemen des 74-Jährigen nach einer Operation.

Den fünf Managern und Ingenieuren wird gewerbs- und bandenmäßiger Betrug vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung drohen Freiheitsstrafen von mindestens sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

Die Staatsanwaltschaft hat zu Beginn des Verfahrens keinen Zweifel daran, dass Winterkorn mitverantwortlich dafür ist, dass in Millionen von Dieselfahrzeugen eine Betrugssoftware eingebaut worden ist, die die Abgaswerte der Fahrzeuge auf dem Prüfstand senkte, im Normalbetrieb die Stickoxid-Grenzwerte aber um das 15- bis 35-Fache überschritt.

Zu einem raschen Ende dieses Prozesses dürfte es nicht kommen. 133 Verhandlungstage bis in den Sommer 2023 sind geplant. Man darf auch davon ausgehen, dass der Instanzenzug bis hin zum Höchstgericht ausgeschöpft werden wird.

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