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Wien-Start mit Nebengeräuschen

Von OÖN   22. Oktober 2019 00:04 Uhr

Wien-Start mit Nebengeräuschen
Wolfgang und Dominic Thiem beim ATP-Turnier in Kitzbühel

WIEN. Tennis: Dominic Thiems Vater Wolfgang lässt kein gutes Haar an Günter Bresnik.

Bei den Erste Bank Open 500 in der Wiener Stadthalle dreht sich naturgemäß alles um Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem. Der 26-jährige Lichtenwörther ist nicht nur topgesetzt, sondern auch das Zugpferd der Veranstaltung. Heute (nicht vor 17.30 Uhr, ORF Sport+ und Sky) muss der Weltranglistenfünfte sämtliche Nebengeräusche um seine Person ausblenden und sich auf das Wesentliche, den Sport, konzentrieren. Denn mit Jo-Wilfried Tsonga wartet kein Geringerer als der Wien-Triumphator 2011.

Gegen den Franzosen, die Nummer 36 im ATP-Computer, hat der "Dominator" noch nie gewonnen. 2013 hatte Thiem im Stadthallen-Viertelfinale 4:6, 6:3, 6:7 (3) verloren, 2016 unterlag er in Indian Wells 3:6, 2:6.

Was läuft da mit Muster?

"Tsonga ist einer der Superstars im Tennis. Es ist schön, dass ich jetzt hier in Wien die Chance zur Revanche bekommen. Das war ein legendäres Match 2013", sagte Thiem, der sich gestern mit dem Gerücht konfrontiert sah, dass Thomas Muster bei den French Open 2020 als eine Art Supercoach seinem Betreuerstab angehören könnte. "Tom weiß, wie man einen Grand Slam gewinnt", wurde Thiems Papa Wolfgang zitiert. Muster triumphierte 1995 in Paris.

Der Steirer weiß aber gar nichts von seinem Glück. "Mit mir hat noch niemand gesprochen", sagte der 52-Jährige, der sich aber ein Engagement vorstellen kann. Das gilt auch für eine Tätigkeit als Kapitän des österreichischen Teams beim neu installierten ATP-Cup von 3. bis 12. Jänner in Australien. Muster und Thiem – das würde auch für Herwig Straka, den Wiener Turnierdirektor, passen. Er ist der Manager beider Protagonisten.

Günter Bresnik, Thiems Entdecker, hat bei der "Personalie Thiem" nichts mehr mitzureden. Allerdings existiert noch eine rechtliche Bindung, wie Vater Wolfgang gegenüber der Austria Presse Agentur bekräftigte: "Ja, es gibt einen Vertrag. Und dieser Vertrag ist einzuhalten. Wenn jemand sagt, den gibt es nicht mehr, dann sagt er nicht die Wahrheit."

Es herrscht Eiszeit

Nach Dominic hat sich auch Wolfgang Thiem beruflich von Bresnik getrennt. Thiem senior, der sich vorstellen kann, Sportdirektor im Verband (ÖTV) zu werden, verließ kürzlich die Akademie Bresniks in der Südstadt. Auch deshalb, weil Letzterer andere Vorstellungen habe, wie man diese führe.

"Günter und ich haben super Zeiten miteinander verbracht, er war ein richtig guter Freund. Natürlich sind durch die Trennung vom Dominic Risse entstanden, diese Lösung von der Akademie ist mir sicher auch leichter gefallen, weil das Private angekratzt war", sagte Wolfgang Thiem, bei dem auch ein bisschen Wehmut mitschwingt: "Wenn der Günter vor zwei, drei Jahren zwei, drei Gänge zurückschaltet und Leute werken lässt ... Aber er ist halt jemand, der kontrolliert und immer selbst die Entscheidungen treffen will. Letztlich hat er sich mit der Geschichte selbst abgeschossen."

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