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Fognini verlängerte in Rom Thiems Durststrecke

Von Dominik Feischl  09. Mai 2022 21:15 Uhr

Dominic Thiem 

ROM. Tennis: Während Spanien seinen neuen Sandmann Alcaraz feiert, hat Österreichs Star nach nächstem Aus weiter nichts zu jubeln.

Erstmals seit über acht Jahren fand er sich gestern nicht mehr in den Top-100 der Tennis-Weltrangliste wieder. Dass das bald wieder anders wird, daraus wurde zumindest vorerst nichts für Dominic Thiem. Er verlor sein Auftaktmatch beim Masters-Turnier in Rom gegen Lokalmatador Fabio Fognini trotz starker Gegenwehr mit 4:6 und 6:7 (5).

Phasenweise spielte der Niederösterreicher im Foro Italico wieder auf wie in alten Tagen, schoss mit Vor- und Rückhand Winner aus allen Lagen. Doch Fognini erwies sich bei den entscheidenden Punkten als der Stärkere, breakte Thiem im ersten Satz zum 5:4 und hatte dann im zweiten Durchgang bereits Matchbälle. Doch Österreichs lange verletzter Topstar rettete sich mit starkem Spiel noch ins Tiebreak, wo dann der Italiener mit 7:5 aber den Sack zumachte.

Thiem konnte jedoch erhobenen Hauptes unter dem Beifall der italienischen Zuschauer den Center Court verlassen, auch wenn er nun schon seit dem 12. Mai 2021 und 280 Tagen Verletzungspause auf einen Sieg auf der ATP-Tour warten muss. Für ihn geht es kommende Woche beim Turnier in Genf weiter.

Spanien feiert dagegen sein neues Tennis-Wunderkind. Nach Siegen über Rafael Nadal und Novak Djokovic in Folge, was zuvor noch keinem Spieler auf Sand beim gleichen Turnier gelungen war, hatte der 19-jährige Carlos Alcaraz letzten Sonntag im Endspiel von Madrid auch noch Olympiasieger Alexander Zverev in die Schranken gewiesen. „Dieser Court hat 15 Jahre lang Nadal gehört, die nächsten 15 Jahre wird er wahrscheinlich Alcaraz gehören“, sagte der Deutsche nach der glatten 3:6, 1:6-Niederlage. Um dann gleich noch anzufügen: „Er wird noch viele Grand-Slam-Titel feiern.“

Auch der König gratulierte

„Er ist kein Kind, er ist ein Ungeheuer“, titelte gestern dann auch die Zeitung „La Vanguardia“. Sogar König Felipe VI., am Freitag beim Duell mit Nadal selbst noch unter den Zuschauern vor Ort, ließ es sich nicht nehmen, dem Tennis-Jungstar telefonisch aus Costa Rica zum Erfolg zu gratulieren.

Wenige Tage vor den French Open in Paris hat sich Alcaraz nach den heurigen Turniersiegen in Rio de Janeiro, dem Masters-1000-Triumph in Miami, Barcelona und nun auch Madrid längst in den Favoritenkreis für den alljährlichen Sandplatz-Höhepunkt gespielt. Alcaraz will von einem Vergleich mit dem 21-fachen Grand-Slam-Sieger Nadal aber vorerst nichts wissen. „Ich möchte mich nicht mit Rafa vergleichen, denn er ist zunächst einmal mein Idol, und es ist fast unmöglich oder sehr schwierig, dorthin zu gelangen, wo er jetzt steht. Jeder Spieler hat seinen eigenen Weg, man muss die Vergleiche beiseite legen und jedem auf seine Weise folgen.“

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